Nancy Faeser im Interview: „Wir haben vieles sehr viel besser gemacht als 2015“

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Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur erklärt Bundesinnenministerin Nancy Faeser, wie sie auf Migration blickt, warum die Bekämpfung des Rechtsextremismus für sie auch eine Herzensangelegenheit ist und warum sie die Heimatabteilung umgebaut und verstärkt hat. Nachfolgend einige Auszüge:

Frage: Sie haben schon bei Amtsantritt die Bekämpfung des Rechtsextremismus als Priorität benannt. Hat das auch persönliche Gründe?

Antwort: Ja, der Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke durch einen Neonazi ist mir sehr nah gegangen. Ich kannte ihn gut. Und der rechtsextremistische Anschlag in Hanau hat mich sehr geprägt, weil ich die Familien der Opfer so gut kennengelernt habe und mich ihre Schicksale bis heute bewegen. Ich habe aber auch andere Formen des Extremismus erlebt. Bei den Aktionen gegen den Autobahnbau im Dannenröder Forst in Hessen habe ich mich sehr scharf gegen den gewalttätigen Linksextremismus gewandt. Und als Bundesinnenministerin beschäftigt mich natürlich auch die weiterhin akute Bedrohung durch islamistischen Terrorismus.

Frage: Die Aufnahme der Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine war eine Herausforderung – bewältigt Deutschland sie?

Antwort: Zu Beginn des Krieges hat mich geärgert, dass es viel Diskussion über die Frage gab, was man hinkriegt und was man nicht hinkriegt. Währenddessen haben unglaublich viele Bürgerinnen und Bürger und die staatlichen Stellen angepackt und bis heute mehr als 850.000 Geflüchtete – vor allem Frauen und Kinder – aufgenommen und versorgt. Wir haben vieles sehr viel besser gemacht als bei der letzten großen Fluchtbewegung 2015.

Das komplette Interview auf Focus Online (Artikel im Archiv)

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