Nach „Seenotrettung“: Aggressive Migranten auf Containerschiff – Reederei warnt vor Eskalation

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Das Containerschiff „MV Marina“ hat 79 Bootsmigranten vor Malta aufgesammelt, wobei die Risiken nicht einkalkuliert wurden, die eine Aufnahme mit sich bringen kann. Seit Sonntag befinden sich die „Geretteten“ auf dem Schiff und sitzen vorerst fest, das verursacht Aggressionen bei den Reisewilligen und löst Angstzustände bei der Crew aus, die sich sicherheitshalber verschanzen,   offenbar besteht Gefahr für Leib und Leben. Nun warnt die Reederei vor einer Eskalation an Bord des Schiffes.

Einige Handelsschiffe erlebten bereits nach der „Seenotrettung“ von „schiffbrüchigen Bootsflüchtlingen“ ihr blaues Wunder, z.B. der Öltanker „El Hiblu 1“ wurde gekapert –  Migranten revoltierten auf der „Vos Thalassa“ und bedrohten Schiffscrew.

[…] Die Ellerbeker Reederei Klingenberg (Kreis Pinneberg) hat vor einer Eskalation auf seinem Containerschiff „MV Marina“ gewarnt. Hintergrund ist, dass der Frachter am Sonntag 79 geflüchtete Menschen vor Malta aus dem Meer gerettet hat. Die Crew habe auf Anforderung Maltas gehandelt, hieß es von der Reederei. Das Schiff hat aber nicht genügend Vorräte zur Versorgung der Menschen an Bord und darf bislang in keinen Hafen einlaufen.

Der Inhaber der Reederei, Thies Klingenberg, sagte NDR Schleswig-Holstein, es habe am Mittwochnachmittag erste Aggressionsausbrüche gegeben. Die Schiffsbesatzung habe sich deshalb nun an Bord verschanzt und warte auf die Zuweisung eines Hafens. Klingenberg sprach von einer internationalen und humanitären Katastrophe. […] Quelle: NDR.de

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