Multikultibezirk Wien-Ottakring: Lehrer monatelang schikaniert – Solidaritätswelle für entlassenen Lehrer

1995

Streit zwischen HTL-Pädagogen und Schüler in Wien-Ottakring eskaliert. Der Lehrer wurde nach dem Eklat vorläufig vom Unterricht suspendiert, einem Schüler droht die Disziplinarkonferenz. Laut Berichten mehrerer Medien vom Samstag soll es mit dem betreffenden Lehrer schon vor diesem Vorfall Probleme gegeben haben. Er habe sich gegen die Schüler nicht durchsetzen können und sie rassistisch beleidigt. Gleichzeitig soll der Pädagoge selbst schon länger schikaniert worden sein. Im Internet veröffentlichte Handyvideos sollen zeigen, wie er von Schülern unter einem Tisch kauernd mit Papierkugeln beworfen, mit einer Trillerpfeife drangsaliert oder von mehreren Schülern eingekesselt wird. Viele andere Kollegen sollen hingegen gut mit den Schülern zurechtkommen.

Mittlerweile gibt es im Netz eine Solidaritätswelle für den spuckenden Lehrer. Es wird die Suspendierung des Direktor gefordert, der seinem Lehrer nicht geholfen hat.

Auf Facebook wurde eine „Petition“ gestartet, die den Rücktritt der Schulleitung der HTL Ottakring fordert. In nur wenigen Tagen sammelte die Social Media-Seite mehr als 10.000 „gefällt mir“-Angaben, wie kosmo.at berichtet. Dem nicht genug, behaupten die Administratoren von Wir fordern: Rücktritt der Direktion der HTL Ottakring“, dass die Schüler von anderen Lehrkräften zum Mobbing angestiftet wurden. Eine Behauptung, die dem Fall eine besonders skandalöse Wende gibt, insofern diese der Wahrheit entspricht.

Nationalratsabgeordnete Efgani Dönmez (ÖVP) schrieb dazu:  „Nicht der Lehrer gehört suspendiert, sondern alle Schüler, welche zu dieser Stimmung in der Klasse beitragen! Derartiges Verhalten hat an einer Schule nichts verloren. Wer sich so verhält, sollte auf eine Baumschule oder in den Zoo!“

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