München: Bahn-Security und Polizist verletzt – Aggressiver, alkoholisierter Somalier dreht durch

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Zwei Bahn-Sicherheitsmitarbeiter und ein Bundespolizist wurden verletzt, als ein 18-jähriger Somalier am Sonntagmorgen (10. Juli) am Münchner Hauptbahnhof durchdrehte.

Ein 18-Jähriger hatte gegen 04:35 Uhr in der Schalterhalle eine Frau belästigt. Eine von ihr informierte Streife der Deutsche Bahn Sicherheit sprach den Ostafrikaner an, der darauf aber nicht reagierte. Der Aufforderung, den Bahnhof zu verlassen kam er nicht nach. Als die Streife ihn am Arm fasste und nach draußen führen wollte, lief der Somalier auf Höhe eines metallenen Verkaufsstandes mit dem Kopf gegen einen Container. Ein DB-Mitarbeiter, der weitere Kopfstöße gegen den Container unterbinden wollte, hielt seine Hand zwischen den Verkaufsstand und den Kopf des Somaliers. Als der Mann, der zunehmend aggressiver wurde, zu Boden gebracht wurde, biss er einen DB-Mitarbeiter in die Hand. Der 36-jährige Bahnsicherheitsarbeiter trug eine blutende Bisswunde davon.

Nach Eintreffen einer Bundespolizeistreife kam es bei der Sachverhaltsaufnahme zunächst in der Wache zu Widerstandshandlungen, Bedrohungen und Beleidigungen des mit 0,92 Promille alkoholisierten Somaliers gegen mehrere Beamte. In der Rechtsmedizin kam es bei der vom Ermittlungsrichter angeordneten Blutentnahme zu weiteren Widerstandshandlungen. Der Somalier ließ sich erst Blut von der Ärztin abnehmen als weitere Bundespolizisten zur Verstärkung eingetroffen waren. Zwischenzeitlich hatte der Ostafrikaner zweimal einen mutmaßlich epileptischen Anfall bekommen, so dass eingesetzte Beamte Erste Hilfe leisten mussten. Nachdem der Somalier danach wieder bei sich war, wusste er zunächst nicht wo er sich befand bzw. was geschehen war. Als er auf die Blutentnahme angesprochen wurde, war der in Dachau bei seiner Mutter lebende Ostafrikaner, sofort wieder aggressiv und bedrohte und beleidigte mehrere Beamte. Angesichts von fünf Beamten ließ er die Blutentnahme von der Ärztin nun widerstandslos durchführen.

Bei den Vorfällen in der Wache erlitt ein 52-jähriger Beamter Verletzungen am Knie, so dass er seinen Dienst abbrechen musste und mindestens eine Woche ausfällt.

Der Ostafrikaner wird heute dem Haftrichter vorgeführt. Er muss sich wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Bedrohung verantworten.

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