Maskenpflicht Diskussionsrunde: Großteil der Eltern sehr kritisch

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Ich habe mit zwei Vätern über die Maskenpflicht in weiterführenden Schulen diskutiert. Die Meinungen waren erwartungsgemäß sehr ausgeprägt. „Man ist da erschrocken, dass es hier nicht mehr um Sachverstand geht, sondern nur noch um politische Entscheidungen“, sagte ein Vater. Und damit meinte er die Corona-Maßnahmen insgesamt.

„Der Großteil der Eltern sieht das Ganze sehr kritisch“, wurde angemerkt, die Lehrer seien in einer extrem schwierigen Situation, die Gerichte würden bei Klagen gegen die Maskenpflicht auffallend ihrem Dienstherrn folgen.

Offenbar verstehen viele Eltern die Maskenpflicht auch als Teil eines groß angelegten Versuchs der Regierung, um herauszufinden, wie weit sie gegenüber den Bürgern gehen kann. „Wir müssen deutlich machen als Bürger, dass wir nicht alles, was mit uns gemacht wird, akzeptieren“, lautete eines der Schlüssel-Statements in diesem Gespräch. In dessen Verlauf wurde auch die Sorge über einen zunehmend übergriffigen und autoritären Staat deutlich: „Keine Ahnung, wie wir durchkonditioniert werden sollen, es geht nur noch um Befehl und Gehorsam“.

Lehrer und Schulleiter wurden in dieser für alle schwierigen Situation als eher kulant bezeichnet, die Kritik richtet sich klar gegen das Kanzleramt und die Ministerpräsidenten. Der Kernsatz der Kritik: „Man kann sich nicht mehr vorstellen, dass da noch einer mit gesundem Menschenverstand und der Empathie für Kinder am Werk ist“.

Die Gesellschaft wird als stark gespalten wahrgenommen: „In 1:1-Gesprächen packen viele sofort aus, in größeren Runden traut sich keiner zu sagen, was er denkt“ …

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