Markus Gärtner: Wird die Belegungsrate künstlich hochgehalten?

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Seit der erneuten Verlängerung des Lockdowns am Mittwoch den 3. März kann man den täglichen Zahlen des RKI einen Trend entnehmen, der für weniger geübte Augen nicht leicht erkennbar, dafür aber umso brisanter ist: Die Zahl der verfügbaren Intensivbetten sinkt schneller als die Zahl der Patienten, die solche Betten benötigen. Es entsteht eine Knappheit, die trotz sinkender Patientenzahlen dafür sorgt, dass die Belegungsrate hoch bleibt, zwischendurch sogar leicht höher als am 3. März selbst. Warum ist das so? Ist es ein Zufall? Wird hier die Zahl der Betten so weit runtergefahren, dass man den Eindruck aufrechterhalten kann, die Lage sei weiter angespannt? Dass dies eine Steilvorlage für eine weitere Verlängerung des Lockdowns auch über den März hinaus wäre, ist klar. Wir müssen gemeinsam diese beiden Zahlen, die im jüngsten Tagesbericht des RKI
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N…
auf Seite 8 zu finden sind (letzter Absatz, 2. und 3. Zeile), weiter genau beobachten. Setzt sich dieser bislang kurze Trend fort, wird ein schlimmer Verdacht genährt. Und dem sollten wir dann auch nachgehen und bei den zuständigen Statistikern einmal gründlich nachhaken ….

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