Markus Gärtner: WerteUnion im Visier des Mobs

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Der Mob hat sich das nächste Ziel ausgesucht und er schlägt erbarmungslos zu. Was wir am Beispiel der WerteUnion sehen, kann man nur noch als Hetzkampagne bezeichnen. Mal wird sie als „Krebsgeschwür“ diffamiert, mal zum „Gesindel“ gestempelt. Auch als „Beleidigung“ für Mitglieder der CDU hat man die wertkonservative Gruppe in der CDU schon tituliert.

Der Hass auf Andersdenkende, selbst wenn sie einer Partei des breiten Berliner Machtkartells angehören, scheint kaum noch Grenzen zu kennen. Tagelang gab es Angriffe auf Politiker der FDP. Jetzt hagelt es Morddrohungen. Das jüngste Opfer ist der bekannte Medienanwalt Ralf Höcker, der gestern mit einer Erklärung auf Facebook seinen Rückzug als Bundessprecher der CDU bekanntgab.

Erst sollte Höcker ein Waffenkauf untergeschoben werden, den er nie getätigt hat. Dann bekam er Besuch von Unbekannten unter seiner Wohnanschrift. Und gestern schließlich wurde ihm „auf denkbar krasse Weise“ beschieden, er solle sein politisches Engagement sofort beenden oder die „Konsequenzen“ fürchten.

Hier geht es um ein Mitglied der CDU, die sich als Partei der Mitte versteht, aber keine Anstalten macht, ihre unbequemen konservativen Mitglieder irgendwie in Schutz gegen solche Angriffe zu nehmen. Im Gegenteil, man hat das Gefühl, dass sich so mancher in der Union diebisch freut, dass den Kritikern in den eigenen Reihen Einhalt geboten wird. Demokratischer Diskurs sieht anders aus. Davon sind wir inzwischen Welten entfernt, wie es scheint. Und die Distanz zu respektvollem Mit- oder Gegeneinander nimmt drastisch weiter zu.


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