Markus Gärtner: Idiotien der Woche

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Wer in der ablaufenden Woche den Nachrichtenfluss aufmerksam studiert hat, wird aus dessen Zutaten wenig Hoffnung auf eine bessere Zukunft ableiten. Das Debattenklima ist kaputt, kritische Geister werden weiter diffamiert, Neandertaler für Corona mit in die Pflicht genommen und finanzielle Einbußen der Deutschen durch Corona bestritten.

Ein Auto-Vorstand will Steuern für einen angeblichen Durchbruch, die EZB bekommt vom Bundestag die absehbare Entlastung – und Herr Spahn will, dass der Gesundheitsausschuss die deutsche Corona-Politik durchleuchtet. Im Klartext: Die GroKo und ihre Parteisoldaten im Parlament sollen der Regierung gefälligst ein gutes Zeugnis ausstellen.

Dass so etwas nicht geeignet ist, das Vertrauen in die Politik zu stärken, versteht ein Sechstklässler. Und trotzdem wird dem Publikum und Wahlvolk so ein Schwachsinn präsentiert. Übrigens: die Experten, die an dem gewünschten Corona-Befund mitarbeiten sollen, würden ja auch von den Regierungsparteien bestellt.

Ist das schon Sommertheater? NEIN! Es ist ein Trauerspiel, dessen letzter Akt noch lange nicht begonnen hat … es wird unweigerlich in einem nationalen Drama enden.

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