Markus Gärtner: Besser manipuliert mit dem „Zweiten“ – aus der Trickkiste des ZDF

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Die „heute“-Sendung am Sonntag war ein klassisches Beispiel dafür, wie das GEZ-Fernsehen uns manipulieren will. Zwei kurze Meldungen, zwei Berichte, der Sport und das Wetter. So sah die Sendung auf der Timeline aus. Inhaltlich war sie schon viel diffiziler und ein Ausbund an Propaganda.

Der größte Beitrag mit 5 Minuten Länge wurde den beiden Massakern in El Paso und Dayton gewidmet. Junge „weiße“ Täter als Protagonisten eines neuen inländischen Terrorismus, mit Donald Trump als dem Mitschuldigen, so als hätte es nicht seit Jahrzehnten ständig solche Massaker in den USA gegeben.

Die Betonung in diesem Bericht lag auf Hass-Taten, ein Begriff, der im zweiten größeren Bericht – ein Vorbericht auf das an „heute“ direkt anschließende Sommer-Interview mit Jörg Meuthen von der AfD – sofort wieder auftauchte. Stichwort: Wie die AfD mit Hassbotschaften umgeht.

Es war ein infames Drehbuch in dieser Sendung, die oberflächlich betrachtet harmlos daherkam, dem aufmerksamen Zuschauer aber sorgsam ausgeklügelt erschien: Hassverbrechen in den USA mit einer neuen Qualität, die der US-Präsident mit seinen Hass-Tweets befeuert, und Hassbotschaften hierzulande, für die bei uns die AfD zuständig ist.

Mit dieser ebenso armseligen wie infamen Simplifizierung werden im GEZ-TV die wichtigsten Nachrichtensendungen versehen. Und Millionen Deutsche glauben das auch noch. Dieses Video sollte Ihnen den Glauben an die objektive und unschuldige Nachrichtengebung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ein für allemal nehmen – wenn Sie nicht schon längst von diesem Glauben abgefallen sind.

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