Mal wieder: Mann mit 24 Identitäten in Essen festgenommen

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Die Gewerkschaft der Polizei fordert einen besseren Datenabgleich unter den Behörden und Ausweise mit Fingerabdruck. Hintergrund der Forderung ist ein aktueller Fall in Essen, bei dem ein Mann mit zwei Dutzend Identitäten aufgefallen ist, berichtet der WDR.

Hintergrund oft Sozialbetrug
Dem Mann aus Nigeria, der in Meerbusch gemeldet ist und der vor ein paar Tagen von der Essener Polizei festgenommen wurde, konnten 24 Identitäten nachgewiesen werden. Verschiedene Polizeidienststellen hatten Dokumente mit unterschiedlichen Namen und Geburtsorten des Mannes gespeichert.

Oft geht es bei solchen Fällen um Sozialbetrug, so die Gewerkschaft der Polizei gegenüber dem WDR. Und häufig sei dies schlecht zu überprüfen, weil zum Beispiel jedes Bundesland eine andere Software zur Datenerfassung hat.

Bundesweite Software gefordert
In vielen Fällen würden Polizisten erst recht spät erkennen, wenn Menschen gefälschte Dokumente haben. Mit einer bundesweit einheitlichen Daten-Software ginge dies schneller, so ein Gewerkschaftssprecher. Fingerabdrücke in Ausweisen würden die Ermittlungen zusätzlich beschleunigen.

Vor allem, wenn man die Daten direkt vom Streifenwagen aus über ein Tablet oder Smartphone aufrufen könnte. Beides sei aber noch Zukunftsmusik – immerhin sollen Dienst-Smartphones in NRW 2019 Standard werden.

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