Maaßen warnte bereits 2017 – Haldenwang über Dschihadistenkinder: „Wir fragen uns: Entsteht hier die neue Terroristengeneration?“

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Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang

Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang warnt vor jungen IS-Rückkehrern und Mobilisierung durch das Internet, rund 2.240 Personen rechne der Verfassungsschutz dem sogenannten islamistisch-terroristischen Personenpotenzial zu, besondere Sorgen bereitet dem Verfassungsschutz auch die Kinder von deutschen IS-Rückkehrer und stellt sich die Frage, ob hier die neue Terroristengeneration entstehen könnte.

Bereits im Jahr 2017, als die Bundesregierung die Rückholung der Kinder von „deutschen“ Kämpfern und Anhängern des Islamischen Staates ankündigte, warnte der damalige Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen vor dem Risiko, das von älteren IS-Kindern ausgehen könnte: „Wir sehen die Gefahr, dass Kinder von Dschihadisten islamistisch sozialisiert und entsprechend indoktriniert aus den Kampfgebieten nach Deutschland zurückkehren. Damit könnte auch hier eine neue Dschihadisten-Generation herangezogen werden.“

Bei Babys und Kleinkindern besteht eventuell nicht die große Gefahr, dass sie im Geiste des Dschihads erzogen wurden, ab dem Alter von vier bis sechs Jahren sieht das Risiko schon ganz anders aus, die Indoktrination könnte bereits auf fruchtbaren Boden gefallen sein, diese (Löwen)Kinder könnten durch die prägenden Jahre im IS-Kalifat per Dauerberieselung die islamistische Denk- und Lebensweise verinnerlicht haben und dadurch könnte die nächste Ladung zukünftiger Terroristen (Gotteskämpfer) heranwachsen, denn diese Kinder und Jugendlichen können nicht mal so umerzogen werden, nur weil sie „deutsche“ Staatsbürger sind.

Zeit Online berichtet:
Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang hat davor gewarnt, die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) nach ihrer militärischen Niederlage zu unterschätzen. „Beim IS kann ich keine Entwarnung geben“, sagte Haldenwang der Welt am Sonntag. Der IS bestehe noch immer, mit Blick auf Europa „vor allem im Sinne eines virtuellen Cyber-Kalifats, das zu Anschlägen anstachelt und auch immer noch Anhänger für Anschläge steuern kann“.
Rund 2.240 Personen rechne der Verfassungsschutz dem sogenannten islamistisch-terroristischen Personenpotenzial zu. Ihnen traue man jederzeit einen Anschlag oder die Unterstützung eines solchen zu. „All diese Personen rund um die Uhr im Blick zu behalten, ist nicht möglich“, betonte Haldenwang. „Pro Person bräuchte man bis zu 40 Beamte. Wir konzentrieren uns deshalb auf die, die wir als besonders gefährlich betrachten.“
Besondere Sorge machen dem Verfassungsschutz Kinder von deutschen IS-Rückkehrern: „Wir fragen uns: Entsteht hier die neue Terroristengeneration?“, sagte der BfV-Präsident. Dschihadistenkinder hätten beim IS Gewalt miterleben müssen und verehrten ihre getöteten Väter als Helden. Anschlagsversuche aus vergangenen Jahren zeigten zudem, dass Heranwachsende früh zu Attentätern werden können.
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