Libysche Küstenwache fängt Migrantenboote ab: Wassertaxi „Geo Barents“ erfolglos seit 10 Tagen

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Das NGO-Schiff „Geo Barents“, ausgestattet mit einer Aufnahmekapazität von mehr als 300 Personen, einer Klinik, einer Entbindungsstation und einer Beobachtungsstation, kreist immer noch vor den libyschen SAR-Gewässern und sucht vergeblich Migrantenboote.

Einerseits überwacht wohl eine Frontex-Drohne die Aktivitäten der Migrantenfähre, unter Beobachtung ist es kompliziert, die Migrantenlieferungen vor der libyschen Küste in Empfang zu nehmen, obendrein kommen noch schlechte Wetterbedingungen hinzu. Bis Stand 08.06.2021 hat die libysche Küstenwache 557 Migranten dem NGO-Schiff weggeschnappt.

Andererseits trägt der Einsatz von Italien, die Militärs in Tripolis gut auszubilden, seine Früchte. Ärzte ohne Grenzen, die einige der Anführer haben, gegen die im Rahmen der Trapani-Untersuchung ermittelt wird, schrieb vor vier Tagen auf sozialen Medien: „Unser Geo Barents-Team sah, wie die libysche Küstenwache 22 Meilen vor Zuwara ein Schlauchboot abfing. Das war auch gestern passiert, mit zwei anderen libyschen Schiffen voller Menschen ohne Rettungswesten. Aber Libyen ist kein sicherer Hafen“.  Und das alles, während im Internet Fotos von Internierungslagern für Migranten in dem nordafrikanischen Land kursieren, auf denen man die Gäste deutlich beim Fußball- oder Volleyballspielen sieht.

Die illegale Ausreise in Libyen ist eine Straftat und es ist daher logisch, dass die örtliche Kapitänsbehörde die Einwanderer zurücknimmt, auch in Übereinstimmung mit den Vereinbarungen mit Italien.

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Kasparhauser
Kasparhauser

Wozu brauchen die auf diesem Vergnuegungsdampfer eine Entbindungsstation, in den Schlauchbooten sehe ich eigentlich nur „Einmaenner“?!

monika
monika
Antwort an  Kasparhauser

Sie haben sicher noch nichts davon gehört, dass es heutzutage auch schwangere „Männer“ gibt.

FX9799
FX9799
Antwort an  monika

Genau so ist das.
Ich bin auch schwanger, krieg ein 30l Faß Bier.
Der Zapfhahn hängt schon raus. Hi
Aber das wärs doch, die dürfen nur noch Migranten aufnehmen,
wenn die schwanger sind.

Sabine M
Sabine M

Mein Gott, ich fang gleich an zu heulen. „Libyen ist kein sicherer Hafen“, das ist inzwischen so abgenutzt und zieht nicht mehr. Alle die aus Libyen kommen halten sich dort schon laenger auf und gehen erst dann in die Schlauchboote, wenn es opportun ist und die NGO Schlepper vor der Kueste nach in „Seenot“ geratenen Menschen fischen. Es wurde schon oefter bewiesen wie die Schlepper untereinander kommunizieren. Waere der Aufenthalt in Libyen wirklich so schlimm, wie diese NGO Schlepper angeblich berichten, dann wuerde doch keiner mehr dorthin gehen, oder sich zumindest sofort ins Meer stuerzen, um der unmenschlischen Situation in… Weiterlesen »

monika
monika
Antwort an  Sabine M

In Libyen gibt es für Einmänner, für die eine tägliche geregelte Arbeit anscheinend mit deren „Ehre“ kollidiert, keine gemütliche Rundumversorgung nebst komplett komfortabel eingerichteter Neubauwohnung oder Haus.
Wäre ich ein libyscher Einmann, würde ich auch alles daran setzen der Einladung der deutschen Weltenretterin, ins Land wo Milch und Honig fließen, zu folgen.