Leipzig: 16.500 Biker demonstrieren gegen Fahrverbote

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Am ersten Juli-Wochenende haben in Dresden bereits mehrere Tausend Motorradfahrer gegen drohende Fahrverbote demonstriert. Nun zogen die Leipziger nach und der Protest hat alle Erwartungen der Veranstalter übertroffen: „Wir sind selbst sehr überrascht“, sagte ein Mitorganisator. Rund 16.500 Biker sind mit ihren Maschinen durch Leipzig gefahren. Der Korso startete am Sonntagvormittag auf dem Parkplatz des Leipziger Paunsdorf Centers und endete mit einer Kundgebung auf dem Augustusplatz. Diese brachte den Verkehr in der Leipziger Innenstadt zeitweilig zum Erliegen. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig stand auch der Fahrverkehr der LVB im Bereich der Demo zwischenzeitlich still. Die Versammlung verlief friedlich, teilte die Polizei weiter mit.

Der Protest richtet sich gegen eine Initiative des Bundesrates. Dieser hatte Mitte Mai auf Antrag Nordrhein-Westfalens die Bundesregierung aufgefordert, per Gesetz den Lärmpegel von Motorrädern zu senken – auf einen Wert, der mit dem eines modernen Rasenmähers vergleichbar ist. Außerdem soll der Bund beschränkte Fahrverbote für Motorräder an Sonn- und Feiertagen ermöglichen. Die Bundesregierung muss nun entscheiden, ob und wie sie die sogenannte Entschließung des Bundesrates umsetzen will. Motorradfans wollen die Politiker mit einer Onlinepetition davon überzeugen, dass Fahrverbote für motorisierte Zweiräder der falsche Weg sind, um den alltäglichen Lärm zu mindern. Die Petition hat mittlerweile mehr als 200.000 Unterstützer.

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