Küste unbewacht: Rund 1.500 Migranten aus Marokko dringen illegal in Ceuta ein

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Etwa 1.500 marokkanische Staatsbürger, Erwachsene und Minderjährige, darunter zwei Familien mit Kindern, haben sich heute in den frühen Morgenstunden und am helllichten Tag  irregulär Zugang zu Ceuta verschafft, zunächst über die maritimen Grenzmolen von Benzú und dann über Tarajal, vor der absoluten Passivität der Sicherheitskräfte des Nachbarlandes, die nach Angaben der spanischen Polizei nichts unternommen haben, um sie aufzuhalten.

Etwa 600 Einwanderer befinden sich in den Lagerhallen von Tarajal, die in den schwersten Monaten der Pandemie für die in Ceuta angekommenen Einwanderer aktiviert wurden, um die Quarantäne zur Verhinderung einer Ansteckung mit dem Coronavirus aufrechtzuerhalten, und weitere 250 bis 300 würden in der Stadt umherwandern.

Es handelt sich allen Anzeichen nach um eine erste Warnung,  wenn sich die Nachrichten bestätigen, die in dem Sinne kursieren, dass die marokkanischen Behörden die Überwachung an den Küsten von Tanger und Dakhla aufgehoben hätten, was einer massiven Abfahrt von Booten voller illegaler Einwanderer nach Spanien gleichkäme.

Die Einmärsche in Ceuta, so berichtet Ep, haben kurz nach 2.00 Uhr morgens in der Gegend von Benzu begonnen, am nördlichen Ende des 8,2 Kilometer langen Grenzperimeters, der die autonome Stadt vom Königreich der Alaouiten trennt. Etwa siebzig Männer, Frauen und Kinder sind in die spanische Ortschaft eingedrungen, die den Wellenbrecher umgibt, der ein paar Meter über das Wasser der Meerenge neben der Gemeinde Beliones ragt.

Quellen der Regierungsdelegation in Ceuta haben erklärt, dass die irregulären Einreisen den Ministerien für Inneres und Äußeres zur Kenntnis gebracht wurden, die ihrerseits Kontakte mit den marokkanischen Behörden aufgenommen haben, um eine Reaktion zu koordinieren, von der im Moment nicht bekannt ist, ob sie auch über die sofortige Ausweisung von Einwanderern gehen wird.

Videos, die von Marokkanern in ihren sozialen Netzwerken gepostet wurden, zeigen eine scheinbar massive Abfahrt von Subsahara-Afrikanern in Booten vom Strand Ashkar in Tanger, nachdem sich die marokkanischen Streitkräfte aus dem Gebiet zurückgezogen haben. Dieselben Netzwerke bestehen darauf, dass dies die Antwort Marokkos auf die Krise der diplomatischen Beziehungen zu Spanien zu sein scheint.

Die spanischen Behörden wissen wohl nicht genau, wie viele Migranten tatsächlich angekommen sind. Die Internetseite von abc.es korrigiert die Überschrift auf ca. 1.000, im Artikel wird weiterhin von ca. 1.500 berichtet, El Mundo berichtet von 1.000 Migranten, darunter 300 Kinder.  Vielleicht kommen in den Abendstunden ja auch noch Hunderte aus Marokko an, über den Daumen gepeilt könnten es dann 1.500 sein oder sogar mehr.

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6 Kommentare
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Wolf Keller
Wolf Keller

Waaaahsinn!! 2 Familien mit Kindern von 1.500, das nenne ich gerechte Verteilung. Hey, Europe, ihr seid sowas von fertig, das glaubt man nicht!

FX9799
FX9799
Antwort an  Wolf Keller

Da haste absolut recht.
Die Grenze ist aber auch ein absoluter Witz.
Das ganze wird sich geben, wenn hier die Sozialssteme zwangsläufig zusammen brechen werden.
Wenn die Rundumversorgung der Vi..er aus ist, dann ziehen die weiter um wo anders zu plündern.

Wolf Keller
Wolf Keller
Antwort an  FX9799

Wie ich heute gelesen habe, wird sich Europa bis 2090 in eine Subtropische Landschaft verwandeln, da fuehlen sich die „Goldstuecke“ dann wie zuhause!

Schnatterente
Schnatterente
Antwort an  Wolf Keller

Gut,dass ich das nicht mehr erlebe. Wenn ich natürlich Pech habe,wird mir von diesem Klientel der Schädel eingeschlagen,ich werde ausgeraubt und vielleicht noch vergewaltigt,mir wird der Hals aufgeschlitzt und ich werde vor einen Zug geschmissen. Dann war es das mit einem geruhsame,wohlverdienten Lebensabend!

Schnatterente
Schnatterente

Ich les ja wohl nicht richtig…..unbewachte Grenze….. Na da werden sich inzwischen erneut Tausende auf den Weg ins gelobte Land machen….wir freuen uns auf jeden Einzelnen🤮🤮🤮🤮👎👎👎

HansM
HansM

Weshalb sollten die Spanier ihre Grenze schützen? Die wissen doch genau dass die alle nur weiter wollen, nach Dummland.