„Kommando Norbert Blüm“ – Flüchtlings-Exodus aus Idomeni geplante Aktion

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M6530Eine Nacht gönnte sich Norbert Blüm in Idomeni am Vorabend der drei Landtagswahlen und baute sein Zelt unter den „Flüchtlingen“ auf, um seine Solidarität zu zeigen und die Missstände anzuprangern. Obwohl die „Flüchtlinge“ in Griechenland in Sicherheit sind, der Krieg für sie Geschichte ist, sie werden nicht mehr bedroht, wollen sie doch weiter reisen, sie alle haben nur ein Ziel, nach Deutschland. Die Bilder aus Idomeni sind nicht schön, aber nochmal, der Großteil der „Flüchtlinge“ hat das Angebot auf andere, feste Einrichtungen verteilt zu werden abgelehnt.

Bereits gestern berichtete Politikstube über den „Flüchtlingsansturm auf Mazedonien„, ein Flugblatt zeigt den Fluchtweg nach Norden und wie man den Zaun umgehen könnte. Nach Ansicht Athens ist der Exodus aus Idomeni geplant und organisiert worden. Das verteilte Flugblatt schließt mit den Worten „Kommando Norbert Blüm“. Mit Verweis auf mazedonische Sicherheitskreise, werde dem Verdacht nachgegangen, dass das Flugblatt von Deutschen verfasst wurde. Ob tatsächlich Norbert Blüm an dieser Aktion beteiligt war oder ob Aktivisten den Plan ausheckten, ist bisher nicht geklärt.

Der Text der Flugblätter laut einer in der griechischen Presse veröffentlichten Übersetzung aus dem Arabischen:

  1. Die griechisch-mazedonische Grenze ist und wird zu bleiben
  2. Es gibt keine Busse oder Züge, die Sie nach Deutschland bringen werden.
  3. Es ist sehr gut möglich, dass, wer in Griechenland bleibt (am Ende) in die Türkei abgeschoben wird.
  4. Wer es schafft, illegal in einem anderen Staat Mittel- oder Osteuropas zu reisen, wird bleiben können. Deutschland akzeptiert noch Flüchtlinge.
  5. Es ist möglich, dass das Lager von Idomeni in den kommenden Tagen evakuiert wird. Möglicherweise werden Sie dann in andere Lager gebracht und danach in die Türkei ausgewiesen.

Die Lösung:

  1. Der Zaun, der vor Ihnen steht, soll Sie in die Irre führen, damit Sie glauben, die Grenze sei geschlossen.
  2. Der Zaun endet fünf Kilometer von hier. Danach gibt es keinen Zaun, der Sie daran hindern könnte, nach Mazedonien zu reisen. Sie können hier rübergehen (schauen Sie auf die Karte)
  3. Wenn Sie sich in kleinen Gruppen bewegen, werden Sie von der mazedonischen Polizei oder der Armee festgenommen und nach Griechenland zurückgebracht.
  4. Wenn Sie aber zu Tausenden versuchen gleichzeitig über die Grenze zu kommen, wird die Polizei Sie nicht stoppen können.

Lasst uns alle um 14.00 Uhr im Camp (von Idomeni) treffen. Bitte schauen Sie auf die Karte, um den Weg zum Treffpunkt zu sehen.“

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