Köln: Aggressiver Syrer im Jobcenter festgenommen

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Ein Großaufgebot der Polizei Köln hat am Donnerstagnachmittag (28. Juli) das Gebäude der Agentur für Arbeit an der Luxemburger Straße durchsucht. Gegen 15 Uhr hatte dort ein Angestellter Polizisten gegenüber Angaben zu einer verdächtigen, angeblich bewaffneten Frau gemacht.

Zu diesem Zeitpunkt hielten sich Zivilfahnder im Jobcenter auf mit dem Ziel, dort einen gesuchten 26-Jährigen festzunehmen. Der als aggressiv geltende Mann hatte zuvor in seiner Asylunterkunft einen Sozialbetreuer des Deutschen Roten Kreuzes bedroht. Der Syrer wurde in Begleitung von vier weiteren Männern angetroffen, festgenommen und zur Vernehmung ins Polizeipräsidium gefahren. Die Begleiter wurden ihrerseits ebenfalls in Gewahrsam genommen, nach Sachverhaltsklärung jedoch wieder entlassen.

Im Zuge der Festnahmeaktion wandte sich dann ein Mitarbeiter der ARGE an die Beamten und gab an, ihm sei zugetragen worden, dass sich in dem Gebäude eine Frau mit einer Pistole aufgehalten habe.

Starke Polizeikräfte wurden infolgedessen zusammengezogen, Verstärkung durch Bereitschaftspolizei angefordert. Dreißig Streifenwagen wurden eingesetzt. Das Objekt wurde umstellt. Gegen 16 Uhr lief die Durchsuchung des vierzehnstöckigen Hochhauses an. Zahlreiche noch im Dienst befindliche Mitarbeiter wurden aus dem Gebäude geführt.

Hinzugezogene Rettungskräfte der Feuerwehr und das Kriseninterventionsteam der ARGE betreuten insgesamt 10 geschockte Angestellte. Eine Person musste wegen Kreislaufproblemen in eine Klinik eingeliefert werden.

Gegen 20 Uhr waren die Durchsuchungsmaßnahmen komplett abgeschlossen. Eine verdächtige Person wurde nicht angetroffen. (cg)

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