Keiner verliert wegen Corona seinen Job? Ökonomen rechnen mit 1,3 Mio. Langzeitarbeitslosen in 2021

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Ökonomen rechnen damit, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen wegen der Corona-Krise bis zum Jahresende auf 1,3 Millionen steigen wird. Da bekannt ist, dass die Arbeitslosenstatistik wohl eher frisiert ist, dürfte auch die prognostizierte Zahl der Langzeitarbeitslosen wohl nicht der Realität entsprechen.

[…] Experten rechnen damit, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen in diesem Jahr deutlich steigen wird. Im März lag sie noch bei 1,03 Millionen, im April und Mai werden diejenigen, die zu Beginn der Corona-Krise ihren Job verloren und bislang keinen neuen gefunden haben, erstmals in der Statistik auftauchen.

Der Wirtschaftsweise Volker Wieland prognostiziert: „1,3 Millionen bis Jahresende würden mich nicht überraschen.“ Das wäre ein enormer Anstieg im Vergleich zu vor der Pandemie: Im März 2020 lag die Zahl bei nur gut 700.000. […] Mehr auf Welt.de (Artikel im Archiv)

Während der wohlgenährte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) noch zu Beginn der Corona-Krise fabulierte, dass kein einziger Arbeitsplatz verloren geht, dürfte das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein und das dicke Ende kommt erst noch.

Durch die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht wurde die Insolvenzwelle nur in die nahe Zukunft verschoben, die große Pleitewelle steht noch vor der Tür, die dann eine Lawine von Arbeitslosen auslösen und auch die in Kurzarbeit geparkten Arbeitnehmer treffen könnte, darunter zahlreiche ältere Kräfte, die als Langzeitarbeitslose in die geschönte Statistik einfließen, wobei die über 58 wiederum aus der Statistik herausfallen.

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