Kapitän befürchtet Rebellion: Spanisches Fischerboot hat 12 Migranten an Bord und darf nirgendwo anlegen

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Ein spanisches Fischerboot sammelte 12 „Schlauchbootbrüchige“ am vergangenen Donnerstag im Mittelmeer auf, die kostbare Fracht stößt bei Malta, Italien und Spanien auf Ablehnung, die Transportwilligen aus Afrika sind allmählich von der Apathie der Aufnahmebereitschaft und der Verweigerung des gewünschten Absetzungsortes frustriert, was bisher reibungslos funktionierte gerät nun ins Stocken, sodass der Kapitän des Fischerbootes eine Rebellion befürchtet, da die Goldstücke nicht nach Libyen zurück wollen. Findet sich tatsächlich kein afrikanisches Land zur Aufnahme bereit?

Welt.de vom 28.11.2018:

„Wir sitzen fest, wir können nirgendwo hin“, sagt Kapitän Pascual Durá. Sein Schiff, die „Nuestra Madre Loreto“, hatte am Donnerstag vergangener Woche zwölf Flüchtlinge von einem Schlauchboot gerettet, das aus Libyen kam. Doch kein Land will dem Schiff die Einfahrt gewähren.

Italien und Malta haben schon offiziell abgelehnt. Auch die spanische Seenotrettung, mit der die 13 Seeleute Kontakt aufnahmen, bot demnach lediglich an, die Flüchtlinge aus Niger, Somalia, Sudan, Senegal und Ägypten zurück nach Libyen zu bringen. Bei einer Rückkehr nach Libyen drohe auf dem Schiff aber eine „Meuterei“, sagte Durá im Hinblick auf die Flüchtlinge.

„Sobald sie das Wort ‚Libyen‘ hören, werden sie sehr nervös und hysterisch, und es ist schwer sie wieder zu beruhigen.“ Viele hätten dort Misshandlungen und Gewalt erlitten: „Ihr Leben ist ihnen egal, aber sie wollen nicht zurück, zitierte „El Pais“ den Kapitän, und der fügte hinzu: Wir wollen sie nicht an den Ort zurückbringen, von dem sie geflohen sind.

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