Kann man sich nicht ausdenken: Ausgerechnet Schlepperin Rackete erhält Kölner Karnevalspreis

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Carola Rackete wird mit einem neu gegründeten Kölner Karnevalspreis geehrt – die selbsternannte „Seenotretterin“ erhalte den „Karl-Küpper-Preis“ für ihr besonderes Engagement und ihre Zivilcourage, insbesondere hat sie Mut bewiesen, die Schiffbrüchigen in Lampedusa an Land zu bringen.

[…] Die Kapitänin und Menschenrechtsaktivistin Carola Rackete wird als erste mit einem neu gegründeten Kölner Karnevalspreis geehrt. Sie erhalte den Karl-Küpper-Preis für ihr besonderes Engagement und ihre Zivilcourage, teilte das Festkomitee Kölner Karneval am Donnerstag mit. Das Festkomitee vergibt den Preis zusammen mit der Stadt Köln, den Freunden und Förderern des Kölnischen Brauchtums sowie der Familie Küpper.

«Frau Rackete hat die Sicherheit und das Wohlbefinden anderer über ihr eigenes gestellt», begründete der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn die Entscheidung. «Sie hat viel Mut und Menschlichkeit bewiesen, als sie die Schiffbrüchigen in Lampedusa an Land brachte und dafür mediale Verurteilung, juristische Verfolgung und offene Anfeindungen in Kauf genommen hat. Das verdient unser aller Bewunderung.» […] Quelle: msn.com

Narren verleihen einen Preis an eine Närrin? Rackete dümpelte mit der „Sea-Watch 3“ rund zwei Wochen vor den italienischen Gewässern, dann entschied sich die „Seenotretterin“ Ende Juni 2019 den Hafen von Lampedusa zu entern, ist trotz des Verbots der italienischen Regierung in italienische Gewässer und ohne Erlaubnis in den Hafen eingefahren, hat dort angelegt und dabei ein italienisches Zollboot gerammt. Der Nothafen-Paragraph der IMO war zu dieser Zeit obsolet, da die medizinischen Notfälle bereits von Bord geholt waren und die Migrantenfähre mit Trinkwasser und Lebensmitteln versorgt wurde. Auch der ausgerufene „Zustand der Notwendigkeit“ war zu keiner Zeit gegeben, keiner der 41 Migranten, die sich noch an Bord befanden, litt an Krankheiten.

Gut genährte Migranten (vorwiegend junge Männer) zahlen für einen Platz im Schlauchboot/in der Nussschale, die Schlepper senden die Koordinaten an ein NGO-Schiff, die Migrantenfähre holt dann die „Schiffbrüchigen“ ab und transportiert die Einreisewilligen wunschgemäß in einen italienischen Hafen, notfalls durch Erpressung. Das hat nichts mit Seenotrettung nach internationalem Recht zu tun, sondern ist das Folgegeschäft der Schlepper. Daher entbehrt es jeder Logik, bei diesem Geschäftsmodell von Engagement und  Zivilcourage zu sprechen – aber es sind halt Narren.

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