Kann doch passieren, dem Falschen zu gratulieren: Steinmeiers Glückwunschtelegramm „versehentlich“ an Iran verschickt

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Nach der heftigen Kritik im letzten Jahr wollte Bundespräsident Steinmeier keine Glückwünsche zum Jahrestag der iranischen Revolution schicken, aber aus Versehen wurde doch ein Glückwunschtelegramm an das Mullah-Regime übermittelt. Ist das nun ein „unverzeihlicher“ Vorgang, der umgehend rückgängig gemacht werden muss, oder passiert das einfach mal „irrtümlich“, das man dem Falschen gratuliert? Wenn zwei das Gleiche (gratulieren) tun, ist es noch lange nicht dasselbe.

[…] Eine schwere Panne, erfuhr der Tagesspiegel aus Kreisen des Bundespräsidialamtes. „Der Bundespräsident hat sich die letzte Entscheidung, ob ein Telegramm übermittelt werden soll, ausdrücklich vorbehalten.“ Das sei der Botschaft in Teheran wohl nicht klar genug kommuniziert worden. „Durch diesen Fehler ist der vorbereitete Text zu früh und ohne Billigung des Bundespräsidenten bereits am 5. Februar durch die Botschaft den iranischen Behörden zugestellt worden“, hieß es.

Das Versehen sei erst bekanntgeworden, nachdem die Entscheidung des Bundespräsidenten, kein Telegramm zu schicken, am 7. Februar getroffen worden sei. Der Botschafter in Teheran habe daraufhin die iranische Seite unterrichtet, dass es in diesem Jahr kein Telegramm des Bundespräsidenten geben werde „und dass die versehentliche Übermittlung eines Textes ohne die abschließende Billigung des Bundespräsidenten erfolgt ist“. […] Mehr Informationen auf Tagesspiegel.de

 

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