Jörg Meuthen: Merkel-Union unterwirft sich Honeckers Erben

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Liebe Leser, die CDU befindet sich mitten in Chaostagen – jüngster Tiefpunkt einer langen Serie von Wahlpleiten: Desaströse 11,2% in Hamburg, erzielt zwei Tage nach der Zusage der Thüringer CDU, sich der mehrfach umbenannten SED unterwürfig anzudienen.

Schuld am Chaos ist zuvorderst Merkel, denn sie hat das große Erbe der CDU verspielt – sie hat diese einstmals stolze Partei zu einer inhaltslosen, pseudokonservativen Hülle gemacht, damit selbige Hülle nach allen Seiten offen, sprich: koalitionsfähig sein sollte.

Wie heißt es so schön: Wer nach allen Seiten offen ist, der ist nicht ganz dicht. Genau so ist das mit der Merkel-Union: Diese Partei hat im Ergebnis vollkommen tatenlos mit angesehen, wie eine einzige, tief sozialistisch geprägte Frau aus dem konservativen Flaggschiff der deutschen Parteienlandschaft einen löchrigen Kahn machte, der langsam, aber sicher zu sinken droht.

Die entscheidende Frage für das Überleben der CDU ist doch: Warum sollten konservative Wähler in Anbetracht der mittlerweile unverhohlenen Kungelei mit der umbenannten SED ihr Kreuz noch bei der CDU machen?

Genau das geschieht nämlich nun in Thüringen: Man hat sich dort im Hinterzimmer darauf geeinigt, den Postkommunisten Ramelow wieder ins Amt zu hieven – und um das Wort „Koalition“ oder „Minderheitsregierung“ zu vermeiden, nennt man dieses unsägliche Verhalten nun „verbindliches Miteinander“, „projektorientierte Zusammenarbeit“ oder gar „Stabilitätspakt“.

Ein Pakt, der die Ausgrenzung unserer demokratisch gewählten Bürgerpartei zementieren soll!

Um diese Ausgrenzung zu erreichen, ist man bei der CDU nun allen Ernstes bereit, diese für hunderte Mauermorde mitverantwortliche Partei in Regierungsverantwortung in Thüringen zu bringen. Das ist nicht nur abgrundtief abstoßend, das ist ein schwerer Verrat an den eigenen Wählern.

Ein Verrat, bei dem sich die Fraktion der Thüringer CDU übrigens ausdrücklich per Tweet auf die Noch-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer beruft – von dieser ist seitdem in Sachen SED-Unterstützung nur noch dröhnendes Schweigen zu hören, genau wie von Merkel selbst.

https://twitter.com/cdu_fraktion…/status/1231193046466822145

Ein Schweigen Merkels, was ganz klar als Zustimmung gewertet werden muss – dass sie anders kann, hat sie ja in Südafrika hinlänglich bewiesen („Die Wahl muss rückgängig gemacht werden.“).

Diese entkernte Merkel-Karrenbauer-CDU stört sich also nicht mal mehr daran, mit Bodo Ramelow einen Mann zum Ministerpräsidenten zu wählen, der sich bis heute weigert, den Unrechtsstaat DDR als das zu bezeichnen, was er von Anfang bis Ende war: nämlich ein UNRECHTSSTAAT.

Und was für einer – ein Unrechtsstaat, in dem Andersdenkende schlimme und schlimmste Strafen erleiden mussten, wie z.B. jahrelange Haft unter teils menschenzerstörenden Bedingungen im Stasiknast. Zur Erinnerung für diese Totengräber der CDU hier Zitate aus zwei Artikeln zur Folter, die man den Inhaftierten dort angedeihen ließ:

„Gefürchtet wurde der berüchtigte ‚Stasi-Knast‘ für die harten und menschenverachtenden Haftbedingungen. Besonders dramatisch: Die Häftlinge waren vollkommen der Willkür ihrer Aufseher ausgeliefert. So mussten sie unter anderem Isolationshaft und teilweise Folter über sich ergehen lassen.“

https://www.welt.de/…/So-wurden-die-Haeftlinge-in-Bautzen-g…

„Bewährtes Mittel war eine strenge Isolation in Kerkerzellen. Desorientierung, Schlafentzug, Drohungen und Demütigungen zählten ebenfalls zu den sogenannten ‚operativen Zersetzungsstrategien‘. […] Wollte ein Inhaftierter nicht reden, wurde ein Arrest in einer Folterzelle wie dem Kältekarzer angeordnet. In sogenannten Wasserzellen mussten die Gefangenen in knöchelhohem kaltem Wasser stehen.“

https://www.stern.de/…/berlin-hohenschoenhausen–wo-die-sta…

Menschen willkürlich foltern, „zersetzen“ und in Zellen mit teilweise knöcheltiefem Wasser krank machen, ohne sich die Hände dabei selbst sichtbar schmutzig zu machen – was für ein niederträchtiges, ja geradezu psychopathisches Gedankengut dieser linken Diktatur wird hier deutlich.

Genau dieses mörderische Regime wurde politisch von der SED gewollt und verantwortet, jahrzehntelang geprägt von Honecker uns seinem Stasi-Schergen Mielke. Genau dieser Partei will sich die CDU nun mit ihrem hündischen „Stabilitätspakt“ unterwerfen – Adenauer und Kohl drehen sich mit Gewissheit im Grabe um, ja sie rotieren sogar.

So wie die NSDAP nach dem Krieg selbstverständlich verboten wurde, hätte man auch die SED nach der Wende auflösen, ihr Vermögen konfiszieren und diese zutiefst menschenfeindliche Partei für alle Zukunft verbieten müssen.

Es war ein schwerer Fehler, dies nicht zu tun – stattdessen hat man es zugelassen, dass diese Partei einschließlich ihres Vermögens fortbestehen und sich mehrfach umbenennen konnte, um sich vermeintlich vom blutigen Makel der bis 1989 von ihr zu verantwortenden Diktatur reinzuwaschen.

Aber von diesem Makel gibt es kein Reinwaschen. Jeder, der willens ist, sich mit den Fakten zu beschäftigen, weiß, für welche Gesinnung Teile dieser Partei stehen – nämlich für die genannte Diktatur.

Und von einer echten Läuterung dieser Partei kann auch sonst keine Rede sein: Sage und schreibe sieben (!) offen extremistische Strukturen in dieser Partei werden derzeit vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet, darunter zum Beispiel die schon über 1.000 Mitglieder zählende „Antikapitalistische Linke“. Diese fordert einen „grundsätzlichen Systemwechsel“ sowie einen „Bruch mit den kapitalistischen Eigentumsstrukturen“.

Jedem Interessierten sei dieser (leider bezahlpflichtige) Artikel aus der „Welt“ empfohlen, der die heutigen extremistischen Strukturen der umbenannten SED ausgiebig beleuchtet – bis hin zur Thematik, dass es einzelne Politiker dieser Partei gibt, die als Brückenkopf in die gewaltbereite linksextreme Szene hinein fungieren.

https://www.welt.de/…/Umfeld-der-Linkspartei-Offen-extremis…

Das ist also das Umfeld, in dem sich die Merkel-Union als ehemalige Partei der sozialen Marktwirtschaft und der Wiedervereinigung ab jetzt tummeln möchte. Da verwundert es nicht, dass eine Frau Kipping das Glück der SED-Nachfolger kaum fassen kann und auf Twitter über das Ende der „Ausgrenzung linker Ideen“ jubilierte.

Kurzfristig mag sie jubeln, weil sie ihren Postkommunisten Ramelow durch eine entkernte, substanz- wie rückgratslose CDU wieder als Ministerpräsidenten inthronisiert bekommt.

Aber dieser Jubel wird der versammelten sozialistischen Einheitspartei CDUSPDSEDGRÜNE schon bald vergehen: Unsere konservative Bürgerpartei wird den Wählern dann nämlich unmissverständlich klarmachen, für was die Union heute wirklich steht.

Und seid gewiss, liebe CDUler, die Ihr Euch heute um Eure gutbezahlten Mandate Sorgen macht: Wir werden hier ganze Arbeit leisten.

Zeit für den Niedergang von SED-Unterstützern. Zeit für bürgerliche Politik statt linken Totalitarismus. Zeit für die #AfD.

https://www.welt.de/…/Thueringen-Das-Kooperationsverbot-der…


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