Jörg Meuthen: Gesindel, giftiger Abschaum oder doch lieber brauner Schmutz?

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Liebe Leser – oder sollte ich heute lieber schreiben, liebes Gesindel, das bald wieder verschwinden möge?

Mit diesen Worten meinte nämlich Friedrich Merz, vor wenigen Tagen den richtigen Ton zu treffen in Richtung unserer Bürgerpartei.

Im Detail trug sich folgendes zu – ich zitiere hierzu wörtlich aus dem verlinkten Artikel der „Jungen Freiheit“:

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„Merz hatte am Donnerstag bei einem Auftritt beim „Forum Mittelstand“ die Partei „Die Republikaner“ als „Gesindel“ bezeichnet, die nur wegen der „Einheitswahl“ 1990 nicht in den Bundestag gewählt worden sei. „Jetzt stehen wir wieder da: 20, 30 Jahre später und haben diese Leute da sitzen.“ Dies sei etwas, das ihn „wirklich bewegt, auch vor dem Hintergrund unserer Geschichte“. Wenn er dazu beitragen könne, „dass dieses Gesindel wieder verschwindet, dann leiste ich diesen Beitrag“, sagte er. Später bedauerte er laut der FAZ seine Äußerung. Er sei emotional geworden, habe aber nicht die Wähler der AfD beschimpfen wollen, stellte Merz klar.

Am Freitag wollte Merz seine Einlassungen hingegen ganz anders verstanden wissen. „Ich habe gestern in Berlin im Zuge einer Diskussion über Rechtsradikalismus und gewaltbereite Demonstranten dieses Wort verwendet, damit aber natürlich keineswegs gewählte Abgeordnete oder Wählerinnen und Wähler irgendeiner Partei gemeint.'“

https://jungefreiheit.de/…/gauland-kritisiert-gesindel-vor…/

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Nun also will Herr Merz das alles ganz anders gemeint haben. Wahrscheinlich hat ihm einer seiner Kommunikationsberater das Desaster verdeutlicht, was ihm bei den Bürgern (und beileibe nicht nur bei unseren Wählern!) droht, wenn er diesen Affront aufrechterhält – auch für Sigmar Gabriel war das „Pack“ bekanntlich der Anfang vom Ende seiner Popularität.

Gesindel also seien wir, wenn wir einmal die erste und vermutlich ehrlich gemeinte Äußerung des Herrn Merz zugrunde legen.

Zur Erinnerung für alle: Merz ist der Mann, der sich berufen fühlt, nach dem hoffentlich baldigen Ende der Ära Merkel die Scherben zusammenzukehren und damit auch den tiefen Riss zu kitten, den Merkel in unserer Gesellschaft verursacht hat.

Auf diese Weise wird einem Friedrich Merz das mit Gewissheit nicht gelingen, im Gegenteil.

Andererseits reiht er sich mit dieser Äußerung hervorragend in die Hasspredigten der Union gegenüber unserer konservativen Alternative für Deutschland ein. Sie können sich nämlich aussuchen, liebe Leser, ob Sie eher als „Gesindel“ beleidigt werden möchten, als „giftiger Abschaum“ oder vielleicht doch eher als „brauner Schmutz“.

Das glauben Sie nicht? Solche Worte würden doch keine Unionspolitiker für konservative Bürger und ihre parlamentarischen Vertreter in den Mund nehmen?

Da muss ich Sie leider enttäuschen: Doch, das tun die. Der „giftige Abschaum“ stammt von Merkels neuem Ostbeauftragten Marco Wanderwitz, und der „braune Schmutz“ gar aus einem Strategiepapier von Söders Saubermann-CSU vor der letzten Landtagswahl.

https://jungefreiheit.de/…/steinmeier-zu-thueringen-demokr…/

https://jungefreiheit.de/…/csu-die-afd-ist-der-feind-bayer…/

Was für infame Attacken auf die eigenen Bürger, die zudem in früheren Jahren oft auch die eigenen Wähler waren!

Was erlaubt man sich eigentlich in dieser Union – also ausgerechnet in DER Partei, die als einzige die Chance gehabt hätte, Merkel bei ihren diversen Rechtsbrüchen entschlossen und entscheidend ins Ruder zu greifen.

Rechtsbrüche, auf die wir als Alternative für Deutschland stets und vernehmlich aufmerksam gemacht haben – möglicherweise ist genau dies auch der Grund, warum wir uns nun derlei schlimmen, menschenverachtenden Attacken ausgesetzt sehen.

Mögen die konservativen Bürger Deutschlands entscheiden, wen sie für geeignet erhalten, sie in den Parlamenten zu repräsentieren – uns als echte Patrioten oder stattdessen Unionspolitiker, die uns Patrioten als „Schmutz“ und „Abschaum“ bezeichnen.

Zeit für die letzten CDU Wähler, zu erkennen, was aus ihrer Partei geworden ist. Zeit zu wechseln. Zeit für die #AfD.

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