Jörg Meuthen: Die SPD sieht den rosa Elefanten im Raum nicht

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Liebe Leser, die SPD hat sich in Bayern erneut selbst unterboten. Sie hat es geschafft, ihr bislang schlechtestes Landtagswahlergebnis in ganz Deutschland – das war im Jahr 2004 in Sachsen mit 9,8% – in Bayern nochmals zu verringern. 9,7%, das ist der bisherige Negativrekord für die deutsche Sozialdemokratie.

Damit sind die Sozis erneut hinter unserer Bürgerpartei gelandet. Gerade letzteres wurmt diese fraglos traditionsreiche Partei enorm. Man betrachtet es in jenen Kreisen offenbar als eine Art Majestätsbeleidigung, von uns auf die hinteren Ränge verwiesen zu werden.

Nun, liebe Sozis, wie konnte es nur soweit kommen? Ihr hattet doch jetzt insgesamt schon weit über fünf Jahre Zeit, uns inhaltlich zu STELLEN, wie Ihr das gerne selbst immer wieder angekündigt habt!

Das Dumme ist eben nur: Es wird mit dem inhaltlichen „Stellen“ ein bisschen schwierig, wenn man auf seiner Seite keinerlei vernünftige Argumente hat, sondern nur hirnverbrannten, links-rot-grünen Hypermoralismus mit allumfassendem Weltrettungsanspruch. Da ruft man dann lieber nach dem Verfassungsschutz, um dem unliebsamen neuen Konkurrenten zu schaden – aber das nur am Rande, immer mehr Bürger durchschauen dieses Spiel.

Zurück zum bayerischen SPD-Desaster: Der langjährige SPD-Oberbürgermeister von München, Christian Ude, forderte noch am Wahlabend im ARD-Interview, nun müsse in der Partei alles, aber auch wirklich alles schonungslos auf den Prüfstand, was zu diesem desaströsen Ergebnis beigetragen hat.

Alles – also auch die Inhalte.

Das genaue Gegenteil forderte dann der – innerparteilich ungleich wichtigere – Generalsekretär der Bundes-SPD, Lars Klingbeil. Im Rahmen der „Berliner Runde“ (ebenfalls in der ARD) verkündete er im Brustton der Überzeugung, nun den Schlüssel für den Verfall seiner Partei gefunden zu haben: Ein neuer STIL müsse her in der „GroKo“.

Ein neuer Stil. Die Inhalte sollen also gleich bleiben.

Diese Partei kapiert es einfach nicht. Dabei ist die Hauptursache des Niedergangs so offensichtlich wie der berühmte „rosa Elefant“, der unübersehbar im Raum steht, aber von allen peinlich berührten Anwesenden nicht offen angesprochen wird.

Der rosa Elefant der deutschen Sozialdemokratie, das ist die Preisgabe der Interessenvertretung für die sogenannten „kleinen Leute“ in Deutschland zugunsten einer Einwanderung in unser Sozialsystem.

Für diese Menschen war die deutsche Sozialdemokratie noch unter Helmut Schmidt ein verlässlicher Interessenvertreter. Übrigens war sie dies damit auch für all jene ausländischen Mitbürger, die hier zwar nicht wahlberechtigt waren, die aber gleichwohl mit ihrem Fleiß und ihrer kulturellen Anpassungswilligkeit zum gesellschaftlichen Nutzen wie auch zum ökonomischen Wohlstand unseres Landes beitrugen.

Heute dagegen versteht man sich in der SPD, vor allem auf der tonangebenden Funktionärsebene, als Sachwalter eines entgrenzten Internationalismus.

Man begreift bei der SPD heutiger Tage einfach nicht, dass – wie schon der Nobelpreisträger Milton Friedman erkannt hatte – ein Sozialstaat zwingend funktionierende physische Grenzen braucht, weil er ansonsten durch illegale Einwanderer massenhaft in Anspruch genommen wird, die zu seinem Funktionsfähigkeit nichts beitragen, sondern nur der hart arbeitenden Bevölkerung auf der Tasche liegen.

Dies ist millionenfach geschehen in den letzten Jahren, und zwar mit Beteiligung der deutschen Sozialdemokratie an der Regierung – und mit ihrer vollen Überzeugung. Wie sagte der damalige Vorsitzende Schulz noch 2017: „Wenn mehr kommen, dann kommen halt mehr.“

Werte Frau Nahles, nicht ganz so werter Herr Stegner und wie Sie alle noch heißen mögen in Ihrer SPD-Zentrale: Seien Sie versichert, dass Ihren ehemaligen Wählern diese Frage nicht ganz so egal ist wie Eurem damaligen Heilsbringer, dem 100%-Martin.

Viele dieser ehemaligen Wähler haben mittlerweile den Weg zu uns gefunden, da sie ein sehr feines Gespür für soziale Gerechtigkeit haben.

Diesen Menschen ist nämlich längst klar, dass es nichts mit „sozialer Gerechtigkeit“ zu tun haben kann, wenn Asyl-Touristen aus aller Herren Länder, nach der Durchquerung von zig sicheren Drittstaaten, illegal nach Deutschland einwandern, ihre Papiere vernichten, um nicht abgeschoben werden zu können, zur Krönung dann auch noch zu nicht geringen Teilen in der Kriminalitätsstatistik auftauchen – und gleichzeitig stets modisch gekleidet und mit dem neuesten Smartphone in unseren Innenstädten herumlungern.

Das Ganze übrigens besonders gern in Gruppen, die sich lautstark in den Sprachen ihrer Heimat unterhalten, während der vielbeschworene „kleine Mann“ zur gleichen Zeit hart arbeiten muss, und zwar auch für die Alimentierung genau dieser Asyltouristen.

DAS ist der rosa Elefant der deutschen Sozialdemokratie, und solange die Sozis diesen nicht erkennen, gibt es für diese Partei nur eine Richtung: Abwärts, und das ist auch gut so – um einen ehemaligen „Hoffnungsträger“ dieser Partei, nämlich Herrn Wowereit, zu zitieren.

Zeit für das Ende der Einwanderung in unser mühsam aufgebautes Sozialsystem. Zeit für die Sozialdemokratie, den rosa Elefanten endlich zu erkennen – oder langfristig in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Zeit für die AfD – die den rosa Elefanten vom Tage ihrer Gründung an in aller Klarheit angesprochen hat.

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