Integrationsverein zockt Jobcenter ab: 2.240 Euro Miete für afghanische Flüchtlingsfamilie

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Seit Tagen kursiert ein Leistungsbescheid des Jobcenters Merseburg im Internet, auf dem steht, dass eine siebenköpfige afghanische Flüchtlingsfamilie eine monatliche staatliche Hilfe von 4.285 Euro bezieht. Wie der Leistungsbescheid an die Öffentlichkeit gelangte, kann nur spekuliert werden. Die Empörung seitens des Jobcenters über die Datenschutzverletzung sowie die Veröffentlichung des unvollständigen Bescheides ist groß, eine Anzeige gegen Unbekannt wurde erstattet, den unbekannten Tätern droht Gefängnis.

Die veröffentlichen Tatsachen können nicht geleugnet werden, da es sich tatsächlich um eine Kopie des Original-Bescheides handelt, und so wird der Versuch gestartet, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, wie sich die Leistungen zusammensetzen und was die afghanische Familie tatsächlich monatlich ausgezahlt bekommt, und zwar 1.700 Euro nach Abzug von Miete und der Pauschale für Betreuung. Dazu berichtet die Mitteldeutsche Zeitung.

Stichwort Miete, hierzu meldet heute Focus Online, dass das Jobcenter Merseburg für die siebenköpfige afghanische Flüchtlingsfamilie eine Miete in Höhe von 2.240 Euro für eine 90 qm Wohnung zahlt. Jetzt wird ersichtlich, warum das Jobcenter dermaßen reagierte, aber offensichtlich keine Transparenz wünscht, weil die Miete über den üblichen Hartz-4-Satz für die Kosten der Unterkunft liegt. Also geht es vorrangig um die lukrativen Geschäfte der Asylindustrie mit den Flüchtlingen, die möglichst im Verborgenen bleiben sollen. Könnte das eventuell der Grund sein, warum dieser Leistungsbescheid der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde?

Im folgenden Video wird der Vorfall erklärt, man weist darauf hin, dass die Miete einbehalten wird. Klar, sie wird an den Vermieter vom Jobcenter überwiesen, die Bezüge sind aber inklusive Miete zu sehen. Wie oft werden deutsche Hartz IV Bezieher aufgefordert umzuziehen, weil die Miete um 10 Euro zu hoch ist?

  • miro1803

    Irgendetwas haut doch da vorne und hinten nicht hin…..theoretisch sind die 1700 zu viel, denn der ALG 2 Rechner spuckt bei der Konstellation ohne Mietkosten einen Anspruch von 1027Euro nach Abzug des Kindergeldes aus. Selbst wenn in den 1700 das Kindergeld enthalten sein sollte würde das bedeuten dass die Hartz 4 Leistungen gerade mal knapp 700 € sind…dann würde da wieder eine Differenz auftauchen …(einbehalten vom Jobcenter Mietkaution oder andere Darlehen in Höhe von 345 €?) …unabhängig davon ist diese hohe Mietzahlung eine absolute Frechheit von Seiten des Vereins

    • Rene

      Es ist interessant zu sehen was die Familie in Merseburg erhält, denn wir sind auch ALG 2 Bezieher, wir sind eine 8 köpfige Familie und haben incl. der Miete nach Abzug von Kindergeld usw. ein Anspruch von gerade mal etwas mehr 200€ wenn wir dann noch unsere Miete von knapp 850€ zahlen muss ich wohl nicht erwähnen was dann noch über bleibt vom ALG 2 und wie der Anwalt im Video sagte das jeder den selben Anspruch hätte ist dann ja wohl nicht korrekt.