Hunderte Landwirte protestieren gegen Billigpreise in Supermärkten

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Hunderte Bauern umfuhren am Sonntagabend Polizeisperren und blockierten mit ihren Traktoren das Zentrallager des Discounters Lidl in Cloppenburg. Nach Angaben der Polizei waren am Montagmorgen immer noch rund 400 Landwirte mit 300 Traktoren vor Ort.

Die Bauern sehen ihre Existenz bedroht und protestieren deshalb gegen die Billigpreise ihrer Produktionen bei den großen Supermärkten.

Bereits am Freitag hatten Landwirte ein Zentrallager von Edeka im Landkreis Ammerland blockiert. Anlass waren Billigangebote bei Milchprodukten. Die Bauern fordern schon seit Längerem faire Preisgestaltung für Milch und Fleisch.

Politikstube: Da beißt sich die Katze in den Schwanz.  Auf der einen Seite müssen Bauern natürlich von ihrer Arbeit leben können. Hohe Fleischpreise können sich aber viele nicht leisten. Der Durchschnittsbürger arbeitet für ein Hungerlohn und kommt jetzt schon kaum noch über die Runden. Was die Supermärkte an Fleisch anbieten, verdient den Namen nicht mehr. Die Qualität ist nach unserer Meinung extrem in den Keller gegangen. Deshalb gibt es immer mehr Fleisch-Shops. Die muss man sich allerdings leisten können.

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