Hetze gegen Angela Merkel? Rentnerin muss 1.000 Euro zahlen

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Ein ungebührlicher Kommentar auf Facebook hat eine Rentnerin aus Urbach im Remstal unversehens vor Gericht gebracht. Die 69-Jährige hatte Ende vergangenen Jahres einen Bericht der „Bild“-Zeitung zum Großen Zapfenstreich für die scheidende Kanzlerin Angela Merkel auf der Internetplattform nicht nur mit dem Kommentar „Weg mit der“ versehen. Sie „schmückte“ ihre Worte auch noch mit einem Sticker, der einen Sensenmann zeigte. Das hat ihr einen Strafbefehl über 2000 Euro eingehandelt. Das Vergehen im Juristendeutsch: „Belohnung oder Billigung von Straftaten“.

Ihr Einspruch dagegen ist jetzt in einem Prozess vor dem Schorndorfer Amtsgericht verhandelt worden. Dort räumte die bisher völlig unbescholtene Frau zwar ein, in der mehr als 8000 Abonnenten umfassenden Gruppe „Wir für Deutschland, aber normal“ ihren Unmut über die Politik der Altkanzlerin, mit der sie „nicht immer einverstanden“ gewesen sei, auf diese Weise kundgetan zu haben. Aber keinesfalls habe sie damit einen Aufruf zu deren gewaltsamem Ableben starten wollen, wie es der Staatsanwalt in seiner Anklage formuliert hatte.

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