Heiko Maas stolz wie Bolle: Vergewaltigungsparagraph reformiert

0
1656

M6540

Was denkt sich Heiko Maas, Justizminister mit Jurastudium, aber ohne Berufserfahrung, eigentlich bei der Verkündigung einer Phrase wie: ein Vergewaltiger soll künftig auch dann verurteilt werden, wenn sich sein Opfer nicht körperlich nicht zur Wehr gesetzt hat. Voraussetzung ist dafür, dass er das Opfer nicht überrumpelt und in seiner Arglosigkeit ausgenutzt hat.

Ich will gar nicht wissen, wie viele tausende betroffene Frauen jetzt zu Hause sitzen und fassungslos diesen Satz lesen. Heißt das im Umkehrschluss: hätten sie sich gewehrt und somit noch schwerere Verletzungen, Demütigungen und Misshandlungen in Kauf genommen, dann wäre Heiko Maas höchst persönlich mit Handschellen, Bürgerlichem Gesetzbuch und erhobenem Zeigefinger vorbeikommen, hätte sich der Sache persönlich angenommen und einen freien Tag geopfert, solche Schweine hinter Gitter zu bringen? Der blanke Hohn, der Mann sollte sich in Grund und Boden schämen.

Im Gegenteil, darauf ist der selbsternannte Medienwächter und die personifizierte Mahnwache gegen Rechtspopulistische, Rechtsradikale etc. auch noch stolz. Wären die Silvesterübergriffe in ganz Deutschland nicht publik geworden, hätte er heute irgendwo über einen Rechtsruck fantasiert oder einen Facebook-Schreiberling verurteilt. Wie tief kann man eigentlich sinken? Dann auch noch als Justizminister sagen: jede zehnte Vergewaltigung wird nur angezeigt und davon nur jede achte aufgeklärt und verurteilt. Was ist das für eine beschämende Bilanz und dagegen macht er als verantwortlicher Justizminister nichts? Der Mann sollte sofort zurücktreten! Offensichtlich denkt er, dass Frauen sowas von heute auf morgen vergessen, so schlimm ist das ja gar nicht, womöglich wollen sie es sogar noch und zeigen dann aus verschmähter Liebe an.

So eine Tat vermasselt das ganze Leben einer Frau, wer einmal in diese Augen geschaut hat, vergisst es nicht. Eine Bekannte von mir arbeitet mit Opfern dieser abstoßenden Typen, die sowas machen, wer sich das auch nur fünf Minuten mit anhören muss, der weiß um das Leid dieser Frauen. Und dann kommt ein selbstherrlicher Heiko Maas daher und brüstet sich auch noch mit dem Paragraphen? Aber wahrscheinlich sind seine Berater genauso berufserfahren wie er, keiner weiß wo was steht, also kann und will man auch nichts machen. Und warum sollte man auch den Täter- vor Opferschutz aufheben, das hat sich doch gerade so gut eingebürgert?

Demnächst soll dann auch das Angrapschen bestraft werden: wo sind wir denn, dass es das nicht längst schon ist? Wenn eine Frau nein sagt, egal zu was und dagegen gehandelt wird, dann muss das verurteilt werden. Und nicht so einen weichgespülten Bewährungsschwachsinn, Sozialstunden oder Täter-Opferausgleich, da müssen knallharte Strafen her. Es müssen überhaupt erstmal Strafen her, aber wahrscheinlich hat Heiko Maas dann nichts mehr zu verkünden, wo er nach seiner Amtszeit sagen kann: alles meins, alles wegen mir.

In meinen Augen ist Heiko Maas genauso frauenverachtend, wie die perfiden Neandertaler von Silvester, wie die erbärmlichen Matschhirne, die ihre Frauen missbrauchen und das lustig finden, sowas auch noch als Kavaliersdelikt abzutun. Sowas ist eine Straftat, die gleich nach Mord kommen sollte, denn sie löscht auch ein Leben aus. Und dann stellt sich ein Justizminister hin und verkündet stolz die Verschärfung des Sexualstrafrechts, als hätten wir vorher gar keins gehabt. Gut, bei der Statistik ist da fast von auszugehen. Man kann diesem Windbeutel nur empfehlen, einmal ein Frauenhaus aufzusuchen oder eine Beratungsstelle für solche Frauen. Er sollte sich mal Berichte, Interviews, Arzt- und Polizeiberichte der Opfer durchlesen, damit er mal eine Vorstellung hat, um was es hier geht, bevor er sich großspurig hinstellt und aus der Luft gegriffene Weisheiten und Schnellschüsse verkündet. Noch mal zur Wiederholung: ein Justizminister gibt zu, dass nur jede achte von zehn Straftaten verfolgt und aufgeklärt wird, sieht trotzdem erst jetzt Handlungsbedarf, wo seine Meute die Lügenpresse nicht ganz unterdrücken konnte und die Schweinereien von Silvester durchgesickert sind. Es muss mal wieder erst das Kind in den Brunnen fallen, bevor sich ein Minister rührt in Deutschland. Aber wehe es schreibt mal jemand im Wahn, dass Volksverräter an die Wand gestellt gehören, der muss sofort wegen Volksverhetzung verurteilt werden, da ist Heiko Maas sofort auf der Höhe.

Wer eine katastrophale Statistik veröffentlicht, die in seinen Tätigkeitsbereich fallen und nichts dagegen macht, oder Präventivmaßnahmen umgehend ergreift, der macht sich der unterlassenen Hilfeleistung und der Förderung von sexueller Willkür schuldig.

Anzeigen


loading...