Handwerkspräsident befürchtet Insolvenz-Welle

2029
Symbolbild

Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer sieht die Unternehmen der Branche in einer schwierigen Situation. „Die Unternehmen und Betriebe im Handwerk sind stark verunsichert durch die Lage insgesamt, speziell durch die Materialknappheit und exorbitante Preissteigerungen, durch dramatische Energiepreiserhöhungen und die Inflation“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Wollseifer forderte die Bundesregierung zu Entlastungen auf.

Schon vor zwei Monaten habe knapp die Hälfte der Handwerksbetriebe von mindestens einer Verdopplung der Energiekosten berichtet, sagte er. „Jetzt werden es wahrscheinlich noch wesentlich mehr sein. In einer solchen Lage verlässlich Kostenkalkulationen zu machen, das ist schwierig. Wir können diese Kosten nicht in der gleichen Höhe, wie sie bei uns anfallen, an die Kundinnen und Kunden – gerade der öffentlichen Hand – weitergeben. Das alles führt dazu, dass viele Aufträge nur noch als Minusgeschäft zu erfüllen sind, was auf Dauer kein Betrieb aushalten kann.“

„Eine Reihe von Betrieben beispielsweise im Tiefbau hat sogar mit kompletten Produktionsausfällen zu kämpfen, weil etwa Stahl und Bitumen nicht vorhanden sind. Wir haben große Probleme im Kfz-Handwerk, weil Ersatzteile nicht erhältlich sind. All das bringt viele Betriebe an den Rand der Existenz. Das macht uns im Handwerk mittlerweile immer größere Sorgen.“

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