Grünen-Chefin wettert gegen Seehofer-Plan: Keine härteren Strafen für Kinder-Schleuser

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Grünen-Chefin Annalena Baerbock kritisiert Seehofer-Plan und lehnt härtere Strafen für Schleuser von Minderjährigen ab, und beweist wieder aufs Neue, wie weltfremd die Betroffenheitspartei die reale Situation um sich herum nicht wahrnimmt. In grüner Logik wird mit den Transporten aus der Nazizeit argumentiert, obwohl der Vergleich jüdischer Kinder von damals mit den heutigen Wirtschaftsmigranten eher unpassend ist, da letztere eher aus sicheren Drittstaaten kommen und nicht mehr einer Verfolgung unterliegen und mit dem Leben bedroht sind, lediglich arm und perspektivlos, hat aber weder mit Asylrecht oder subsidiären Schutz nichts zu tun.

[…] „Er unterstellt damit, Eltern würden ihre Kinder aus einer Laune heraus losschicken“, sagte Grünen-Chefin Annalena Baerbock am Donnerstag. Für viele Eltern sei es aber die einzige Chance, mit wenig Geld zumindest ein Kind aus dem Kriegsgräuel zu befreien. „Oft ist es das Kind, dem am meisten Gefahr droht: Der Sohn, dem Zwangsrekrutierung bevorsteht, oder die Tochter, die sexueller Gewalt ausgesetzt ist.“

Nach einem Gesetzentwurf zum Familiennachzug des Innenministeriums soll das gezielte Einschleusen von Minderjährigen strafbar werden. Das soll Anreize reduzieren, Kinder vorzuschicken, die ihre Eltern dann über die Regelung des Familiennachzugs nachholen könnten. Seehofers Plan sei „geschichtsvergessen“, kritisierte Baerbock und erinnerte an die sogenannten Kindertransporte während des Nationalsozialismus, über die jüdische Kinder ins Ausland gebracht wurden. […]

Aus einer Laune heraus oder doch eher aus Kalkül, also die Wahl der besten Option? Wenn Eltern den Nachwuchs auf die Reise ins weit entfernte Deutschland schicken und in den Kindern eine Garantie sehen, auch als gesamte Kernfamilie nachkommen zu können, weil die Gesetzeslage vom Kindeswohl im Aufnahmeland sich herumspricht, könnte das der Auslöser sein, dass künftig immer größere Mengen von unbegleiteten Minderjährigen eintreffen und die Ankommenden einen guten Grund haben, sich jünger zu machen. Fakt ist, dass ein Großteil der „Flüchtlinge“ bereits Monate oder Jahre in Anrainerstaaten lebte. Der Ruf von Merkel wurde als Angebot für ein besseres Leben verstanden  und brachte die Flüchtlingswelle erst richtig in Gang, damit auch das Versorgungsmodell „Ankerkind“.

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