Grüne Luftblase platzt: Katar dämpft Hoffnung auf schnelle Gaslieferungen

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Katars Energieminister Saad al-Kaabi dämpft Deutschlands Hoffnungen auf schnellen Ersatz für russisches Gas. „Es braucht Jahre, bis alles entwickelt ist“, sagte al-Kaabi der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Er sehe nicht, dass jemand kurzfristig die Kontingente Russlands ersetzen könne. „Niemand allein kann das. Zu sagen, ich kann heute auf Russland verzichten, und zu behaupten, Katar oder andere könnten das ersetzen, ist lächerlich. Das ist Blödsinn. Das wird nicht passieren“, betonte er.

Al-Kaabi widersprach Berichten über eine geschlossene, langfristige Energiepartnerschaft zwischen Deutschland und Katar. Die Frage, ob es einen solchen Deal gebe, beantwortet er klar mit: „Nein“. Zugleich machte der katarische Minister, der zugleich CEO des staatlichen Konzerns Qatar Energy ist, deutlich, es gebe einen „klaren Willen“ und großes Interesse, ins Geschäft zu kommen.

Nach der Darstellung al-Kaabis hat Qatar Energy erst ab 2025 an die Möglichkeit, maßgebliche Mengen für den europäischen Markt bereitzustellen.

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