GEZ-Boykott wird größer – Millionen Menschen wehren sich

1959

Der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandfunk hat seinen jährlichen Bericht veröffentlicht. Demnach hat die Anzahl der Personen, die sich der ehemaligen „GEZ-Gebühr“ verweigern, zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahr seien 70.000 Haushalte hinzugekommen, die den Beitrag für die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland nicht zahlen wollen. Insgesamt stieg die Zahl der Verweigerer auf satte 3,57 Millionen Haushalte. Das hat deutliche Auswirkungen auf Mahnungen und Vollstreckungen, wie es in dem Bericht heißt.

Im Jahr 2019 hat der Beitragsservice 18,91 Millionen „Maßnahmen“ ergriffen, um säumige Zahler zur Überweisung der Rundfunkgebühr zu bewegen. Der Mahnstatus hat sich demnach innerhalb eines Jahres um 2,2 Prozent erhöht. Mahnschreiben und Vollstreckungen sind sogar um 6,2 Prozent gestiegen. Gesunken ist hingegen die Anzahl an Personen, die aus sozialen Gründen von der Zahlung des Rundfunkbeitrags befreit sind. Nun sind es 2,7 Millionen oder 12,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Für das aktuelle Jahr ist aufgrund der Coronakrise aber mit einer Steigerung zu rechnen. Rund zwei Drittel der von der Zahlung befreiten Personen beziehen das Arbeitslosengeld II.

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Sabine M
Sabine M

Zuerst mal ist der Ueberweisungstraeger falsch benannt, das ist kein Beitrag, sondern eine Zwangsabgabe, das wuerde ich durchstreichen und mit Zwangsbeitrag ersetzen, falls ich ueberhaupt diese Zwangssteuer bezahlen wuerde.

Und zweitens finde ich das total super, 3.57 Millionen widersetzen sich dieser Zwangsabgabe.

Wenn sich jetzt noch mal genausoviele dieser Noetigung und Erpressung entziehen, haben die bestimmt riesige Probleme dieses Chaos zu verwalten und irgendwann kommt der Stillstand.

Aber, so wie immer spucken alle grosse Toene, aber im Endeffekt beugt sich der Deutsche jedem Diktat der Regierung.

War halt nur mal so ein Traum von mir.

FX9799
FX9799
Antwort an  Sabine M

Also fülle da immer einen extra Überweisungsvordruck aus,
und schreib dann immer drauf,
Zahlung unter Vorbehalt.
Dann natürlich irgendwelche Phantasiebeträge,
und Überweisung mal an HR, mal an BR, mal an RBB, etc.
Wenn ich schon irgendeinen Scheißdreck bezahlen soll,
den wir schon lange nicht mehr nutzen,
dann sollen die auch ordentlich Arbeit haben.
Unser Vetter hat z. B. einen Dauerauftrag eingerichtet,
den ein Monat 16,50 an HR, ein Eur an Br,
nächsten Monat an zwei andere, und so weiter.

Sabine M
Sabine M
Antwort an  FX9799

Super, dass du das machst. Da koennen die sich erst mal den Zwangsbeitrag erarbeiten.

Wetten, dass die irgendwann mal nicht mehr nachkommen, wenn das so viele machen.

Dann geht die ganze Erhoehung drauf fuer die Verwaltung.

Sabine M
Sabine M
Antwort an  PS

Bin gerade dabei nachzuschauen. Das Thema interessiert mich, denn ich wuerde auch nicht bezahlen. Da machen Politiker Vertraege ueber meinen Kopf hinweg, und ich werde nicht gefragt.

Das letzte BVG Urteil vom 5. Nov 2013 sagt, dass dieser Rundfunkvertrag nicht vereinbar ist mit Artikel 5, Absatz 1, Satz 2 des Grundgesetzes. Und da heisst es:

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Meint ihr das damit, dass Vertraege zu Lasten Dritter nicht zugelassen und rechtsgueltig sind?