Gerald Grosz: Liebe Gretl, der Sommer ist vorbei Deine Schule beginnt!

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Liebe Gretl, herzlichen Dank für den wunderbaren Sommer, ich genieße dessen letzte Tage. Dank Dir und dem von Dir propagierten Klimawandel war es ein „Sommer wie früher“, mit Sonnenschein von Juni bis September. Aber nun gehts für Dich kleinen Pampalatsch und Dein aufmüpfiges Gnomenheer wieder zurück an die Schule. Warum? Weil Du eben mit dieser Schulbildung, die Du derzeit noch beharrlich verweigerst, ein aufgeklärter, ein kritischer und hinterfragender mündiger Mensch werden sollst. Weil die Bildung Dir den Sprung aus den Fittichen Deiner karriere- und geldgeilen Eltern, die Dich in Wahrheit für eine PR-Maschinerie missbrauchen, ermöglicht. Weil Wissen Dich von der Masse leicht lenkbarer Menschen, also dem Sammelsurium der Mit-dem-Strom-Schwimmenden abheben soll. Wohin nämlich Massenhysterie und Dummheit führen, siehst Du an Deinen Anhängern. Diesem Heer an willenlosen Werkzeugen Deiner vom Establishment getragenen infantilen Botschaften. Ich befinde mich die letzten Urlaubsstunden in Frankreich, im Land Voltaires. Er war Kritiker des Meinungsmonopols der Eliten, der absolutistischen Herrscher. Er war Wegbereiter der Aufklärung und führte die Menschheit von der Knechtschaft der aufgezwungenen Meinung hin zu einer Freiheit des Denkens und des Wortes. Natürlich bist Du derzeit geschmeichelt, wenn Weltenlenker und Staatsspitzen hechelnd vor Dir knien, Dir huldigen. Aber hüte Dich vor diesen Heuchlern, den modernen Pharisäern. Also hopp hopp und ab in die Schule. Ludwig Börne sagte: Einen Wahn verlieren macht weiser als eine Wahrheit finden. Auf Deiner Suche alles Gute!

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