Gerald Grosz: Kurz opfert Österreich für die GrünInnen

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Lieber Sebastian Kurz!

Nun geht’s also schnurstracks in die Elefantenhochzeit mit den politisch exhumierten GrünInnen. Starker Tobak für jene Bürger unseres Landes, die Sie im Glauben gewählt haben, dass Ihr be- und geschworener Kurs für Österreich eine Fortsetzung findet. Gut, ich versteh Sie, ich teile diese Überlegung nicht, kann aber die Taktik nachvollziehen. Die internationalen Schmähungen aufgrund der bürgerlichen Koalition mit den Freiheitlichen haben tiefe Kratzer am sonst so lupenreinen Image hinterlassen, die Eitelkeit is a Hund, sie hat darunter sicherlich schwer gelitten. Und außerdem ist einem ja das Hemd näher als der Rock und als Anfang 30ger denken Sie auch strategisch und ökonomisch bereits jetzt an den Tag nach der Politik. Eine Koalition mit den GrünInnen lässt sich im Lebenslauf besser verkaufen, zumal Sie dadurch zum Liebling des Mainstreams und der erhöhten progressiven Eliten mutieren. Und wenn selbst die einst größte Propagandaorgel des Landes – die KRONEN ZEITUNG – ihre journalistischen Giftmischer aussendet und für die Kryptokommunisten in der Regierung gegen den Willen der eigenen Leser kampagnisiert, ist der Pakt mit den Jutesackkameraden eine ausgemachte Sache. Benkos Mitgifttruhe ist reich gefüllt, gell? Die Richtung wurde vor einem Jahr systematisch vorgegeben: Ein 16jähriger Pampalatsch aus Schweden wurde mystifiziert, zur Heiligen erhoben. Ihre Botschaft ex cathedra – in vollendeter Wahrheit – verkündet. Unter uns: Kein Baum oder Grashalm wurde durch die Blondzopfapokalypse gerettet, kein CO2 Ausstoß verhindert. Ganz im Gegenteil: Die heiße Luft – diesmal von Links – hat sich nur vermehrt. In allen europäischen Parlamenten und demnächst in einer österreichischen Bundesregierung, in der die vorgebliche Ökosekte demnächst Platz nimmt. Vom Mainstream aklamiert, von den Eliten applaudiert entwickeln Sie sich mit Ihrem neuen Lebensabschnittspartner, dieser grauslichen Jungfer, zum Liebling des Hinterzimmersystems und der Szene. Selbst Stinkefinger Maurer ergeht sich bereits in Demutsgesten. Wo sich aber der Spaß aufhört ist, wenn man grundlegende Regeln unseres Zusammenlebens zerstört, wenn man Recht zugunsten einer Ideologie aushöhlt, die bereits mehrfach gescheitert ist. Allein diese voreheliche Morgengabe, wonach Lehre künftig einen Asylgrund darstellen soll, hebelt verfassungsrechtlich alle unsere strengen Gesetze aus. Auch die vernünftigen Kriterien gegen Sozialmissbrauch im Zusammenhang mit der Mindestsicherung sollen ausgehöhlt werden. Herr Kurz, wenn Sie unbedingt mit den GrünInnen die Rastalockenregierung bilden wollen, opfern Sie doch bitte nicht für großen Aplaus der Wenigen die Zustimmung der Vielen, das Schicksal von Allen. Auch die böse Stiefmutter Europas, Angela „Wir schaffen das“ Merkel, beging denselben Fehler. Sie rückte aus der Mitte nach Links, inhalierte die SPD und steht nun ohne Haus und Hof da. Fontaine sagte: „Gegen eine Dummheit, die gerade in Mode ist, kommt keine Klugheit auf.“ Nehmen Sie sich das auch zu Herzen!

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