Gerald Grosz: Fräulein Thunberg, die neue Chefvirologin

1089

Und ich dachte bisher, es sei schlimm. Doch ist es schlicht nur ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, auch ADHS genannt. Die kleine schwedische Blondschopfsirene, das Nebelhorn des Weltuntergangs, dank Corona endlich zum medialen Nachtschattengewächs verkommen, mutiert doch glatt über Nacht zur gelernten Virologin und bespielt statt rosa Kinderzimmern das grelle CNN Studio. Nun taucht die kleine Göre wie Nessie aus der Versenkung auf, fliegt mit schlechtem Englisch wieder wie die Motte zum Licht der Kamerascheinwerfer, sattelt vom Klimawandel im Schnellkurs zu Corona um und erklärt der Menschheit nun das Wesen des Wuhan-Virus. Irgendwie verständlich, beide sind grün. Die eine hinter den Ohren, das andere an den Rezeptoren. Die eine verkündet das Ende der Menschheit, das andere leistet dank Angst und Panik seinen Beitrag dazu. Ziemlich beste Freunde, Corona und Gretl. Oder Geschwister, bei der Geburt getrennt. Beides macht krank, soviel ist sicher. Nun verkündet die selbsternannte Schwarzwaldklinik-Primaria mit dem Brustton der Überzeugung und dem Stethoskop statt dem Zopf ums Hirn: „Wir jungen Menschen tragen eine sehr große Verantwortung, weil wir die Symptome vielleicht nicht so schlimm empfinden wie viele andere“. Um auf dem Fuß für sich selbst und ihre in den Hintergrund gerückten Ziele Werbung zu machen „Ich hoffe wirklich, dass das bei anderen Krisen, wie bei der Klima- und bei der Umweltkrise, so bleibt.“ Wäre ja gelacht, wenn sich die Welt nur um Corona dreht und das Oberhaupt der Klimasekte in Vergessenheit gerät. Mein bescheidener Wunsch zum Tag: Bliebe der Schuster bei seinen Leisten, Fräulein Thunberg bei ihren Barbie Puppen und die Fledermaus im Kochtopf, die Welt wäre zwar kein besserer Ort, könnte sich allerdings wieder dem einen oder anderen umgefallenen Reissack widmen. Und auf diesen Tag freue mich!

0 0 Bewertung
Artikel Bewertung
Folgt Politikstube auch auf: Twitter - Telegram

Loading...
1 Kommentar
Inline Feedbacks
View all comments