„Genderfraktion will Macht“: Linguist Peter Eisenberg warnt vor Zersetzung der deutschen Sprache

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Bei dem Gender-Unfug geht es nicht nur um die Eingriffe in die deutsche Sprache, die radikale Genderfraktion errichtet durch die Bevormundung von Sprachverrenkungen eine Hintertür, um mehr Macht und politische Deutungshoheit zu erlangen. Die Macht über die Sprache unter dem Deckmantel für mehr Gleichheit, die wohl auch der Umerziehung dienen soll, damit das restliche „Volk“ sprachkulturell entwurzelt werden kann?

In Schulen, Universitäten, Verwaltungsbereichen, Medien und in der Politik werden diese linksideologischen Sprachregulierungen bereits angewendet. Schwer vorstellbar, dass man irgendwie gegen diesen Gender-Irrsinn noch ankommen kann, wobei zumindest die Bürger die Möglichkeit haben, im täglichen Sprachgebrauch die Gender-Sprache zu ignorieren.

Ein Fünkchen Hoffnung bietet der preisgekrönte Sprachwissenschaftler und Autor der 6. Duden-Auflage Peter Eisenberg, der mit Vertretern der sogenannten Genderfraktion in der deutschen Rechtschreibung in einem Interview hart ins Gericht ging:

[…] Ihm zufolge würden von den Verfechtern der gendergerechten Grammatik insbesondere Berufsbezeichnungen „mit Feuer und Schwert“ bekämpft. Deren Zahl im Deutschen sei mit ungefähr 10.000 Wörtern besonders hoch. Dabei seien sie gar nicht das generische Maskulinum im engeren Sinne, sondern dessen Prototyp, denn diese Wörter bezeichnen Personen, die etwas Bestimmtes tun. „Wenn Sie sagen: Ich gehe zum Bäcker, dann ist völlig egal, was das für einer ist.“ Beide Formen zu verwenden, sei dabei zu umständlich.

Auch Gendersterchen oder das Binnen-I sind für den renommierten Linguisten keine Lösung. Er wies auf den Umstand hin, dass die Verfechter der neuen Rechtschreibung das Gendersternchen vor die Feminin-Endung setzen. „Warum muss man erst die feminine Form bilden, wenn sich das Wort auf Personen beliebigen Geschlechts beziehen soll? Die Advokaten des Gendersterns wollen keinen Ausgleich, sie wollen Macht“, sagte Eisenberg.

Seine Gegner in der Sprachwissenschaft bezeichnete er als „Genderfraktion“ und warf ihnen vor, die deutsche Sprache zu verachten. Die „Genderfraktion“ gehe demnach grundsätzlich davon aus, dass die deutsche Sprache krank, reparaturbedürftig, undemokratisch oder gesetzwidrig sei. „Das schmerzt, manchmal wird es beunruhigend. Sie verachten die deutsche Sprache, sonst könnten sie sich nicht derartig an ihr vergreifen.“ […] Mehr auf RT Deutsch

 

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