Genau unser Humor: Freitags die Schule schwänzen und dann eine Kreuzfahrt antreten

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Mit dem Kreuzschiff schippern und gleichzeitig gegen Kreuzschiffe sein, das klingt paradox. Nun plant eine Schule in Frankfurt-Sachsenhausen die Abschlussfahrt auf einem Kreuzschiff, u.a. nehmen auch Schüler daran teil, die vorzugsweise am Freitag die Straße bevölkern, im Glauben die einzige Wahrheit zu erkennen/besitzen und beseelt mit der Gabe die ganze Welt retten zu können: Keine stinkigen Autos mehr, Flugzeuge auch nicht, Kohlekraftwerke ausschalten und Kreuzfahrten igitt – aber Handys aufladen zum Chatten, um Selfies zu machen und jeden Mist zu fotografieren.

Wasser predigt sich sehr leicht, aber Wein schmeckt doch besser.  Anderen vorschreiben zu wollen, wie sie zu leben haben, ein schlechtes Gewissen mit dem Totschlagargument „Klimarettung“ einreden, aber selbst das Gegenteil leben. Na dann, gute und störungsfreie Fahrt mit dem Kreuzschiff inklusive „ökologischer“ Fußabdruck, nicht auszudenken, dass Klimaaktivisten das Kreuzfahrtschiff blockieren und beim Auslaufen hindern – das wäre der Klima-Hysterie-Gau.

Hessenschau.de berichtet:

Seit einem Jahr gehen Schüler für mehr Umweltschutz auf die Straße. Ein paar von ihnen aus Frankfurt fahren nun zum Schul-Abschluss mit ihrer Klasse auf Kreuzfahrt. Ausgerechnet! Organisiert hat das die Schulleitung. Alle fahren mit, wenn auch einige mit Bauchschmerzen.

Initiiert hat die Reise Michael Winn – Studienleiter der Schule. Seine Idee: Fünf Tage Kreuzfahrt mit Halt in Oslo und Kopenhagen, 390 Euro pro Kopf. Alles gut – wäre da nicht das Problem mit dem ökologischen Fußabdruck. Kreuzfahrten stehen stark in der Kritik und gelten allgemein als Umweltsünde.

Einige Eltern seien sehr „grün“, sagt Michael Winn, und Schülerinnen wie Naomi Baumann laufen bei Fridays for Future mit. Winn selbst ist Mitglied beim Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). „Uns ist klar, dass wir einen ökologischen Fußabdruck hinterlassen“, sagt er. Trotzdem hat er sich für die Kreuzfahrt entschieden. Das Preisleistungsverhältnis sei unschlagbar. Weiterlesen auf hessenschau.de


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