„Geht’s noch?“ Totgeprügelter Feuerwehrmann: Sechs Verdächtige aus U-Haft entlassen

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Nach der tödlichen Attacke auf einen Feuerwehrmann in Augsburg sind sechs Verdächtige aus der U-Haft entlassen worden, lediglich der Hauptverdächtige verbleibt in U-Haft. Die sechs jungen Männer – einige sind bereits polizeibekannt – sind nun wieder auf freiem Fuß, sie standen ja nur daneben, als der Feuerwehrmann totgeprügelt wurde, und vermutlich stand sie auch nur daneben, als der Freund des Opfers zusammengeschlagen und schwerverletzt wurde. Ein Schlag ins Gesicht der Familienangehörigen und man kann nur hoffen, dass diese abscheuliche Tat in Augsburg nicht wie in Köthen mit einem milden Urteil endet.

Focus Online berichtet:

Im Fall des in Augsburg getöteten Feuerwehrmannes sind nach Informationen von FOCUS Online sechs Verdächtige aus der U-Haft entlassen worden. Damit verbleibt lediglich der Hauptverdächtige in Haft, dessen Schlag zum Tod des 49-Jährigen geführt haben soll. Die Staatsanwaltschaft legte Beschwerde gegen die Entscheidung ein. Die Beschuldigten sind auf freiem Fuß.
„Ich habe vollen Respekt vor der Entscheidung des Landgerichts, welches hierbei offensichtlich allein die Rechtslage beurteilte und sich nicht von dem Erwartungsdruck der Öffentlichkeit leiten ließ“, kommentierte der Augsburger Strafverteidiger Klaus Rödl die Entscheidung des Landgerichts.
Die Staatsanwaltschaft wirft sechs von sieben Mitgliedern der Gruppe Beihilfe zum Totschlag an einem 49 Jahre alten Feuerwehrmann sowie gemeinschaftlich begangene schwere Körperverletzung am 50-jährigen Begleiter des Feuerwehrmanns vorgeworfen wird. Marco Müller, Anwalt des 17 Jahre alten Haupttatverdächtigen Halid S., dem der Totschlag am Opfer Roland S. vorgeworfen wird, hatte am Dienstag gegenüber FOCUS Online angekündigt, Anfang des nächsten Jahres ebenfalls Haftbeschwerde für seinen Mandanten einzulegen. Weiterlesen auf Focus Online

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