Gauck fordert nach Axt-Attentat bessere Integration

1
676

0479

Nach dem Axt-Attentat im Regionalzug nahe Würzburg hat Bundespräsident Joachim Gauck zu verstärkten Integrationsbemühungen aufgerufen: […] Wir müssen besser verstehen, woher die Krisen im Nahen und Mittleren Osten kommen, aber vor allem, warum einige junge Menschen in unseren europäischen Gesellschaften so empfänglich sind für radikale islamistische Ideen und sich für menschenverachtende Untaten instrumentalisieren lassen, sagte er in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung vom Mittwoch. Es müssten auf allen Ebenen Lösungen gesucht werden, ob in der Sicherheitspolitik oder auch bei der sozialen Integration. Denn die Mehrheit der terroristischen Mörder komme „aus dem gesellschaftlichen Abseits, deshalb muss es auch um eine Verbesserung von Zukunftsperspektiven gehen“. Eine Spaltung der Gesellschaft durch radikalislamische Tendenzen müsse aber auf jeden Fall verhindert werden. […]

Reflexhaft die Schuld in der Mehrheitsgesellschaft zu suchen, wenn (mal wieder) ein radikalisierter Moslem Amok lief, ist typisch deutsch, aber grundfalsch. Der junge Afghane hat all das bekommen, was an Integration möglich ist, nur hat es nichts genutzt, denn der Attentäter lief dennoch aus dem Ruder und sah in anderen Zugreisenden „Ungläubige“, die er meinte töten zu müssen. Diese Probleme haben weder etwas mit zu wenig Zeit und Zuwendung oder gar mit „deutschem“ Geld zu tun, sondern mit Prägung, Sozialisierung und der Religion dieser Menschen. Es ist Zeit die Frage zu stellen, welche Art Problem in welchem Ausmaß hier ins Land gekommen ist? Traumatisiert und schwer verletzt sind die Opfer. Wie viele sollen es denn noch werden, bis Politiker und Journalisten kapieren, sich endlich einmal der Realität zu stellen?

„Wir“ müssen uns darum kümmern, dass sie sich nicht ausgegrenzt fühlen und dann Einheimische oder Touristen attackieren? Was für eine verquere Logik ist das denn? Andere nicht zu attackieren sollte man erwarten können. Der junge afghanische Attentäter lebte völlig unauffällig in einer friedlichen Umgebung bei einer Pflegefamilie, war höflich und fleißig und hatte eine Lehrstelle in Aussicht, zudem wurde er vom Steuerzahler vollalimentiert. Wo war dieser Mensch ausgegrenzt? Kann man sich eine bessere Integration vorstellen? Mehr geht doch nicht oder?

Langsam aber sicher nervt es, genug ist genug, langsam will man nichts mehr über die vielen geschundenen Seelen lesen, sondern wie man sich nicht mehr mit derlei Problemen befassen muss, um sich wieder den Dingen zuzuwenden, die die Gesellschaft weiterbringen.

Anzeigen


loading...
Sortiert nach:   Neuste | Älteste | Beste Bewertung
Thomas Edling
Gast

Wenn man unter unterbelichteten Bahnhofsklatschern lebt und von Vollpfosten regiert wird, dann entwickelt man schon zwangsläufig sowas wie Hass auf eine so unterwürfige Gesellschaft. Die Masse der Bevölkerung hat keinen Respekt verdient sondern Verachtung. Weil sie kein Rückgrat besitzt.

wpDiscuz