Frostiger Empfang auf Sardinien: „Alan Kurdi“-Crew beleidigt – Migranten als Parasiten beschimpft

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Nachdem die „Alan Kurdi“ von Malta und Frankreich abgewiesen wurde, durfte die Migrantenfähre gestern in den Hafen von Olbia auf Sardinien einlaufen, um die Versorgungssuchenden endlich abladen zu können. Allerdings verzögerte sich die Ausschiffung, wie die NGO „Sea-Eye“ berichtet:

[…] Den ganzen Tag lang warteten die Überlebenden in Decken gehüllt und frierend an Bord der ALAN KURDI, während es heftig regnete und ein kalter Wind über den Hafen wehte. Nachdem der Kapitän mehrere Stunden lang auf einer Ausschiffung bestanden hatte, erklärten die Behörden schließlich, dass die 125 geretteten Personen die ALAN KURDI verlassen und die ersten von ihnen von Bord gehen konnten. Gegen 20.30 Uhr stoppten die italienischen Behörden diesen Vorgang, obwohl sich noch etwa die Hälfte der Flüchtlinge an Bord des Schiffes befand. Die übrigen Personen sollen bis morgen früh an Deck der ALAN KURDI bleiben und bei Kälte und Wind im Freien schlafen.

„Italien zeigt sich hier von seiner hässlichsten Seite. Auf diesem Schiff warten Menschen, die aus einem Bürgerkriegsland geflohen sind, darauf, dass man ihnen einen warmen Platz zum Schlafen anbietet. Ist das zu viel verlangt?“, fragt Gorden Isler, Vorsitzender von Sea-Eye e. V. […]

Während die Linken einige Willkommensschilder aufstellten, gab es auch Protest gegen die Anlandung der Migrantenfähre und das Abladen weiterer Versorgungssuchender:

[…] Der Sprecher der Organisation „Sea-Eye“, Gorden Isler, kritisierte, dass der italienische Politiker Eugenio Zoffili die Vorbereitungen der italienischen Behörden gestört und sich zusammen mit rund einem Dutzend Protestlern in der Nähe des Schiffs „inszeniert“ habe. Die Demonstranten hätten die größtenteils deutsche Besatzung der „Alan Kurdi“ beleidigt und die Migranten und Flüchtlinge als „Parasiten“ beschimpft. […] Quelle: Epoch Times

 

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