Frontex warnt: Mit Lockdown-Ende strömen Massen illegaler Migranten von Afrika nach Europa

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Symbolbild

Die europäische Grenz- und Küstenschutzagentur Frontex erwartet eine Invasion irregulärer Migranten aus Afrika, die nach Italien und damit nach Europa strömt. Selbst die kritische Lage in Europa nach einem Lockdown-Ende kann die Migranten nicht von ihrem Vorhaben abhalten, offenbar hat sich die hohe Arbeitslosigkeit, der Einbruch der Wirtschaft, die zu erwartende Pleitewelle und Steuermindereinnahmen noch nicht herumgesprochen. Aber die Migranten suchen primär sowieso keinen Arbeitsplatz, eher bessere Lebensgrundlagen durch Alimentierung, zumindest solange die Gelddruckmaschinen am Laufen gehalten werden und die Überweisungen in die Heimatländer funktionieren.

Auch wenn Italien zuerst die Migrationswelle trifft, so schwappt diese auf andere europäische Länder über, schließlich haben die Migranten ein Ziel vor Augen, in welches Wunschland sie ungefragt einwandern wollen.

Il Primato Nazionale berichtet:

Mit dem Ende des Lockdowns ist Italien dem Risiko der illegalen Einwanderung und Invasion ausgesetzt. Auslöser des Alarms ist Frontex, die europäische Grenz- und Küstenschutzagentur. „Wir erwarten, dass, sobald die restriktiven Maßnahmen gegen Covid gelockert werden und man sich somit leichter bewegen kann, eine bedeutende Masse an irregulären Migranten sich wieder auf den Weg machen wird, um Europa zu erreichen“. Davor warnt Fabrice Leggeri, Exekutivdirektor von Frontex, in einem Interview mit Agi. Im Fadenkreuz der Landungen steht natürlich, wie immer, Italien.

Leggeri, der Exekutivdirektor von Frontex, gibt an, dass zur Eindämmung der Ströme vorerst die Abriegelung dient. „Einige Migranten waren bereits auf dem Weg, wurden dann aber durch Anti-Covid-Restriktionen blockiert, zum Beispiel in Marokko, einem Land, das sehr strenge Maßnahmen ergriffen hat“. „Andere hingegen haben sich nun zur Auswanderung entschlossen. Wir werden sehen müssen, was in Afrika südlich der Sahara passieren wird, wo wir bereits Bewegungen in Richtung Norden beobachten“. Leggeri betonte, dass trotz der Pandemie „Italien weiterhin von irregulärer Einwanderung betroffen ist“.

„Es ist klar, dass die Pandemie überall eine Wirtschaftskrise ausgelöst hat, und wir haben bereits Elemente, um zu sagen, dass sie mehr Menschen dazu bringt, aus den Maghreb-Ländern zu migrieren“, stellt Leggeri klar. „Das sind Migranten, die aus Libyen kommen, aber zunehmend haben wir auch Migranten, die Tunesien verlassen haben und sogar einige aus Algerien, die in Sardinien und Spanien ankommen. Es ist eine Situation, die uns zur Wachsamkeit zwingt, wir müssen handeln.“ „Für Italien beobachten wir leider, dass die Migrationsströme aus dem zentralen Mittelmeer seit dem letzten Jahr zunehmen. Im Jahr 2020 wurde die Westafrika-Route reaktiviert, mit Abflügen aus dem Senegal und Mauretanien.“ „Heute fließen die wichtigsten Ströme irregulärer Einwanderung durch Spanien und Italien“, betont er.

 

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