Frauke Petry deutet Rückzug an, falls AfD weiter nach rechts rutscht

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Kurz vor dem am Freitag in Stuttgart beginnenden Programmparteitag der AfD hat Parteichefin Frauke Petry die Mitglieder zur Mäßigung aufgerufen und erstmals die Möglichkeit eines Rückzugs angedeutet, sollte sich die Partei weiter nach rechts bewegen. Petry sagte dem Hamburger Magazin stern: „Die AfD wird sich entscheiden müssen, wo sie hin will. Will sie eine konservativ-liberale oder eine nationalkonservativ-soziale Partei sein?“ Sie könne an ihre Partei appellieren und ihre Autorität in die Waagschale werfen. Am Ende aber sei die Ausrichtung der AfD „eine Frage von demokratischen Entscheidungen“.

Die „rote Linie“ bei der Abgrenzung nach rechts – so Petry zum stern – sei für sie „die freiheitlich-demokratische Grundordnung, mit allem, was dazu gehört. Dazu gehört, dass man Gewalt ablehnt, dass man Rassismus nicht duldet. All‘ das sollte selbstverständlich sein.“ Auf die Frage, ob es für sie einen Punkt gibt, wo sie die Entwicklung der AfD als Vorsitzende nicht mehr mittragen könne, sagte Petry: „Das werde ich davon abhängig machen, wo die Partei in ein paar Jahren steht.“

In Stuttgart will die AfD ein Grundsatzprogramm beschließen. Mit diversen Anträgen wollen Anhänger des rechten Flügels die Partei auf einen strikt nationalkonservativen, anti-islamischen Kurs festlegen. Für den Berliner Sozialwissenschaftler David Bebnowski ist die Partei „definitiv auf dem Weg nach rechts“. Es gebe in der AfD „Vorstellungswelten, die bis ins Faschistische reichen“, warnt Bebnowski im stern. „Dahinter steckt die Konzeption einer tiefgreifenden revolutionären Veränderung. Diese Leute wollen ein anderes Deutschland.“

Politikstube: Und ja Herr Bebnowski, nicht nur AfD Wähler wollen ein anderes Deutschland. Über 90% des Volkes lehnen die Invasion von Einwaderern ab. Sind das alles Faschisten?

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