Franzosen haben die Schnauze voll: Ohne Polizei hätte man Macron niedergetrampelt

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Neben Gewerkschaftern sind am Samstag auch die Demonstranten der „Gelbwesten“ erneut gegen die Politik unter Macron und vor allem gegen seine Rentenreformen auf die Straßen von Paris gezogen. Einige von ihnen äußerten ihren Zorn über den Präsidenten frei vor der Kamera und waren der Meinung, dass er sich nur noch dank der Polizei an der Macht halten kann.

So sagte Bruno, ein Demonstrant der Gelbwestenbewegung, Folgendes:

Das Einzige, was wir heute wollen, ist, dass die Regierung vor allem die Rentenreformen zurückzieht und dass Emanuel Macron getrost seinen Rückzug organisieren kann, bevor ganz Frankreich gegen ihn vorgeht, denn alle Schichten der Bevölkerung sind gegen ihn, die Mittelschicht, die Armen, die Reichen und die weniger Wohlhabenden.

Ein anderer namens François machte Macron und der Polizei schwere Vorwürfe:

Wir befinden uns angeblich in einem Land der Menschenrechte. Was tut Macron für die Menschenrechte? Er massakriert sein Volk mit Schlagstöcken, mit seinen Milizen. Das ist keine Polizei, was wir hier heute haben, sondern eine Miliz.

Eine andere Demonstrantin sah es ähnlich und sah die Polizei als Schlüsselfaktor beim Machterhalt Macrons:

Wenn die Polizei nicht da wäre, würde er [Macron] von seinem Volk niedergetrampelt werden, weil ihn niemand mehr will, genau darum geht es. Auch wenn die Leute es nicht offen sagen, denke ich, dass sie heute alle so denken. Die Leute sind an einem Punkt angekommen [dass sie die Schnauze voll haben], und er [Macron] weiß es, er weiß es.

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