FPÖ wirkt: Österreichs Kanzler Faymann zurückgetreten

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Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann ist am Montag von allen Ämtern zurückgetreten. Er zog damit die Konsequenzen aus dem mangelnden Rückhalt in seiner Partei und deren schlechtem Abschneiden in der ersten Runde der Bundespräsidentenwahl vor zwei Wochen.

Faymann sagte: „Hat man in dieser schwierigen Zeit die volle Rückendeckung, hat man einen starken Rückhalt in seiner Partei? Das muss ich Ihnen mit Nein beantworten. Dieser starke Rückhalt ist verloren gegangen.“

Es erodiert an allen Ecken und Kanten in Europa und der Verursacher des ganzen Desasters sitzt mangels Alternative weiter fest im Sattel?  In einer normalen Zeit wäre ein Rücktritt nichts Besonderes, in einer Zeit aber, wo ignorante Flüchtlingspolitik zu Streit und Unfrieden in Europa führt, sollten auch die Berliner Regierungskreise erkennen, wie schnell Köpfe von der politischen Bühne verschwinden können.

Faymann hat sich zu lange als Anhängsel von Merkel präsentiert. Der Schwenk in der Flüchtlingspolitik war notwendig, kam aber viel zu spät und war somit wenig glaubwürdig in Anbetracht seiner vorangegangenen Aussagen, z.B. in Richtung Ungarn. Das was Monate im Vorhinein zu sehen war, hat der Kanzler nicht gesehen. Werner Faymann ist Opfer seiner eigenen und der verfehlten Europa-Politik, letztere wird vor allem von Frau Merkel getragen. Im Unterschied zu Merkel hat Faymann aber tatsächlich Einsicht gezeigt. Merkel ist offenkundig derart von der Realität enthoben, dass sie nicht wahrnimmt, dass auch sie fehl am Platze ist.

In Österreich ist nicht alles, inclusive Spitzenpolitiker, alternativlos. Und in Deutschland? Merkel klebt an ihrem Posten und wird vermutlich aus dem Kanzleramt hinausgetragen werden müssen.

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