Fleischsteuer: CDU setzt um, was Grüne fordern!

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Nach der medialen Berichterstattung über gemeldete Corona-Infektionen im Schlachtbetrieb Tönnies ist die Zeit anscheinend reif, alte Forderungen nach höheren Fleischpreisen wieder auszukramen.

Eine Sondersteuer solle für besseres Tierwohl sorgen, sagen Befürworter. Dabei ziehen sie den Vergleich zu einer längst bestehenden Abgabe, der mündigen Bürgern eher das Fürchten lehren sollte.

Anton Hofreiter wollte sie schon am 20. Mai. Nun hat sich auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) der Forderung nach einer Fleischsteuer angeschlossen. Klar, über Tierwohl muss man reden, aber die Freunde von Klöckners Plan entlarven sich bereits selbst:

Für Niedersachsens Agrarministerin Barbara Otte-Kinast – ebenfalls CDU – soll die Abgabe nämlich mit der EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien vergleichbar sein – statt „saubere“ Energie finanziere man eben angeblich besseres Tierwohl. Doch soll dieser Vergleich etwa ernsthaft Mut machen?

Die Energiewende ist schließlich ein Milliardengrab, dass Waldflächen zerstört, Vögel, Fledermäuse und Insekten tötet und – wie Experten regelmäßig bestätigen – unsere Stromversorgung riskiert – alles vom Stromkunden zwangsfinanziert.

Wenn das die Blaupause für die Fleischsteuer sein soll, dann gute Nacht. Leider gibt sich auch NRWs Agrarministerin Barbara Heinen-Esser (auch CDU) als großer Fan dieser Pläne zu erkennen.

„Die politische Elite will den Preis für Fleisch solange erhöhen, bis es ein Luxusgut wird“, kommentiert Dr. Christian Blex, landwirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion NRW. „Nicht mehr der Verbraucher entscheidet, was den Wert einer Ware ausmacht, sondern die Altpolitiker – offenbar nur noch zugeschnitten auf die Eliten, die sich ohnehin alles leisten können. Wohin das führt, sieht man an den sozialistischen Staaten mit Zentralverwaltungswirtschaft.“

➡️ zum WDR-Bericht über die Pläne: https://bit.ly/2AknGeF

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