Euphorie verflogen? Flüchtlingshilfe: Von Hunderten Ehrenamtlichen blieben nur 25 in Kölner Initiative

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Symbolbild

Die anfängliche Euphorie für die Hilfsbereitschaft ist längst verflogen,  ob desillusioniert, frustriert, ausgenutzt, überfordert oder enttäuscht, viele Flüchtlingshelfer traten bereits von ihrem Engagement zurück. Die optimistischen Annahmen sind geplatzt, nicht nur was die Qualifikation und Integrationsschwierigkeit anlangt, auch das Leute verschiedener Kulturen friedlich zusammenleben können, war dann doch etwas zu idealistisch? Oder war die Anspruchshaltung der Versorgenden zu hoch, die wiederum keine Dankbarkeit zeigten?

Die Hysterie um den Trend „Willkommenskultur ohne Sinn und Verstand“ ist verblasst, der Wandel ist auch in einer Kölner Initiative zu spüren, von Hunderten Helfern verblieben nur 25, warum die Mehrheit der Engagierten abgesprungen ist, wird im Artikel nicht weiter erläutert.

[…] Es war jener Sommer, in dem Hunderttausende Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Es war die Zeit, in der der Begriff der Willkommenskultur geprägt wurde. „Am Anfang war die Hilfsbereitschaft wirklich überwältigend“, erzählt die 42-Jährige, die seit April 2015 dabei ist.

Von den Hunderten, die mal Interesse an einer Mitarbeit hatten, ist ein harter Kern von rund 25 Ehrenamtlern geblieben. „Die Menschen müssen sich klarmachen, dass mit den Sammelunterkünften nicht die Herausforderungen verschwinden. Das vergessen viele“, sagt Kühn.

Bestand hat das Engagement von Kristina Koch und Dennis Müller bei der Kölner Willkommensinitiative: „Wir sind hier, weil die anderen aufgehört haben“, sagt die Frau – und weil sie beide Freunde gefunden haben, wie sie lachend mit Blick auf zwei junge Männer sagen, die neben ihnen auf der Couch sitzen: Mowafaq Abdulamati (29) aus dem Irak und Ghaith Almahmoud (27) aus Syrien treffen sich mehrmals die Woche mit ihren deutschen Freunden in den Räumen der Initiative. […] Weiterlesen auf Die Welt.de

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