Energiewirtschaft rügt Bundespläne zum „Rückbau“ des Gasnetzes

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Symbolbild

Die Energiewirtschaft reagiert mit Kritik auf eine Forderung des Bundeswirtschaftsministeriums, jetzt mit den Planungen zum „Rückbau“ der Gasverteilnetze zu beginnen. „Es ist nicht zielführend, so mir nichts, dir nichts den Rückbau der Gasverteilnetze in den Raum zu stellen“, sagte Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU), der „Welt am Sonntag“. „Damit würde eine bestehende Infrastruktur entwertet, die mehrere hundert Milliarden Euro wert ist.“

Eine entsprechende Forderung hatte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Patrick Graichen, auf einer Stadtwerke-Konferenz in Berlin erhoben. Gasverteilnetze könnten auch bei einer klimaneutralen Energieversorgung „eine wichtige Rolle spielen, indem sie etwa Wasserstoff oder andere klimaneutrale Gase zu den Endkunden transportieren“, sagte Liebing, in dessen Verband mehr als 900 Stadtwerke organisiert sind.

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Politikstube: Zum Staatssekretär Patrick Graichen gibt es einen informativen Artikel von Tichys Einblick – Robert Habecks rechte Hand aus der Denkfabrik „Agora Energiewende“.

Bei Wikipedia ist zu lesen: Graichen ist der Bruder von Verena Graichen, der Ehefrau des ehemaligen Bundesgeschäftsführers der Grünen Michael Kellner, der kurz vor Graichens Ernennung zum beamteten Staatssekretär durch Bundesminister Robert Habeck zum parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz berufen wurde. Die auffällige familiäre Verbindung in der Ministeriumsführung wurde öffentlich als „Kellner/Graichen-Clan“ kritisiert. Vorwürfe der Vetternwirtschaft wiesen die Schwager Kellner und Graichen jedoch zurück.

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