Ein Trauerspiel: Fast 60 Prozent aller Rückführungen vom Münchner Flughafen scheitern

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Symbolbild

In den ersten fünf Monaten des Jahres 2019 fällt die Abschiebe-Bilanz vom Münchner Flughafen eher negativ aus, nur 1.400 von geplanten 2.400 Abschiebungen konnten vollzogen werden. Mittlerweile hat sich bei den Gästen herumgesprochen, wenn der Abschiebetermin naht, dass „krank sein“, untertauchen und „heftig wehren“ probate Mittel sind, um den Rückflug in die Heimat zu verhindern.

Welcher renitente Gast, der den beschwerlichen Weg nach Deutschland auf sich genommen und teuer bezahlt hat, will schon auf das Paradies verzichten und per Flug in die Heimat zurückgebracht werden. Dann besser die Abschiebung mit allen Mitteln hinauszögern, die Vorgehensweisen können x-beliebig wiederholt und der Aufenthalt damit verlängert werden, für Anleitungen stehen gern Rechtsanwälte und Flüchtlingsorganisationen zur Verfügung.

Focus Online berichtet:

Von den 2400 geplanten Abschiebungen vom Münchner Flughafen bis Mai dieses Jahres konnten 1400 nicht vollzogen werden – so viele wie noch nie. Demnach sollten abgelehnte Asylbewerber, Straftäter und sonstige Ausreisepflichtige in ihre Heimat oder andere Länder zurückgebracht werden.
Bundespolizeisprecher Christian Köglmeier: Die Personen erschienen oftmals nicht am Flughafen, weil sie kurz vor der geplanten Abschiebung untergetaucht waren, sich krank meldeten oder Papiere fehlten. „In rund 200 Fällen musste die Rückführung im Airport aus Sicherheitsgründen abgebrochen werden.“ Die Ausländer hätten „Widerstand gegen polizeiliche Maßnahmen geleistet“ oder im Flugzeug randaliert.
Für die steigende Zahl der Abbrüche kurz vor dem Abflug hat Münchens Bundespolizei-Sprecher Christian Köglmeier eine einfache Erklärung: „Die Widerstandshandlungen der abzuschiebenden Personen nehmen stark zu.“ Täter sind zumeist junge Männer, die sich nach Kräften gegen ihre Abschiebung wehren, einige schrecken auch nicht vor körperlichen Angriffen auf Polizisten zurück. „Unsere Beamten werden angespuckt, gebissen, gekratzt, geschlagen, getreten“, so Köglmeier.
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