Ein Fass ohne Boden: Zypern überfordert mit Migrantenstrom – Hilferuf an Deutschland und andere EU-Staaten

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Zypern sei mit der Vielzahl der Migranten total überfordert, die Grenze der Aufnahme sei erreicht, Zyperns Innenminister hat einen Hilferuf an Deutschland und andere EU-Staaten zwecks Abnahme von 5.000 Migranten gesendet, um das kleine Land zu entlasten. Wir wäre es mit der Option Rückführung für abgelehnte Asylbewerber, wenn man die Grenze der Aufnahmekapazität erreicht hat?

„Wir haben unsere Grenze erreicht“, dieser Satz wird vermutlich niemals über die Lippen eines verantwortlichen deutschen Politikers der etablierten Parteien kommen, in Deutschland herrschen weder Wohnungsnot noch Geldmangel, zumindest bis der Sozialstaat kollabiert.

Welt.de berichtet:

Zypern, so schreibt es Innenminister Constantinos Petrides vor wenigen Wochen an die EU-Kommission, an Deutschland und an andere EU-Staaten, sei überfordert von der Vielzahl ankommender Migranten. 5000 Menschen sollten andere Staaten dem Land im östlichen Mittelmeer doch bitte abnehmen.

Insgesamt waren es 7610 – ein Plus von 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie aus Eurostat-Daten hervorgeht. Allein im ersten Halbjahr 2019 gab es schon fast 7000 Anträge, wie Petrides schreibt. In einem Papier seines Hauses heißt es, dass in den vergangenen Jahren 15 000 Menschen Schutz gewährt worden sei. Weil gut ein Viertel der Antragsteller zuletzt aus Syrien kam, dürfte die Zahl der Schutzberechtigten weiter steigen.

„Wir haben unsere Grenze erreicht. So kann es nicht weitergehen“, sagt der zyprische Regierungssprecher Prodromos Prodromou. Präsident Nikos Anastasiades fordert seit Monaten, die anderen EU-Staaten müssten sein kleines Land entlasten. Die Lager in Kokkinotrimithia westlich der Hauptstadt Nikosia und in Kofinou nahe der Hafenstadt Larnaka sind zyprischen Medien zufolge überfüllt. Die meisten Menschen sind in Containerwohnungen untergebracht. Weiterlesen auf Welt.de

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