Ein Fass ohne Boden: Griechenland verlegt Hunderte „Flüchtlinge“ aufs Festland

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Symbolbild

Die Migrantenlager auf den griechischen Inseln sind überfüllt, 20.000 Migranten will die Regierung in Athen aufs Festland verlegen, heute wurden Hunderte aus den Lagern auf Samos und Lesbos mit einer Fähre nach Piräus und Eleusis gebracht. Wenn täglich Boote kommend aus der Türkei auf den griechischen Inseln eintreffen, dann muss halt Platz für die nächsten Illegalen geschaffen werden, bis die Lager wieder überquellen.

Der „Flucht“-Plan geht auf, sobald die Migranten das ersehnte Festland betreten, werden sie den Weg nach Nord- und Mitteleuropa finden. Die Griechen wären naiv, wenn sie die Reisenden aufhalten und sich die Kosten für die weitere Versorgung aufbürden würden, besser wegschauen und durchwinken.

Rheinische Post berichtet:

Wie das Staatsfernsehen (ERT) und die halbamtliche Nachrichtenagentur ANA MPA berichteten, wurden am Dienstagmorgen an Bord von zwei Fähren 156 Migranten aus Lesbos zum größten griechischen Hafen Piräus und weitere 693 zum kleineren Hafen Eleusis westlich von Athen gebracht.

Die Bürgermeister der Inseln mit Registrierlagern – Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos – warnen seit Monaten vor der Gefahr von Unruhen und unkontrollierbaren Zuständen auf ihren Eilanden wegen der Überfüllung der Camps. Wie der griechische Minister für Bürgerschutz, Michalis Chryssohoidis, in der vergangenen Woche im Parlament erklärt hatte, will Athen bis Ende des Jahres mehr als 20 000 Migranten von den Inseln auf das Festland bringen.

Zeit Online berichtet:

Um die überfüllten Flüchtlingslager auf den Inseln im Osten der Ägäis zu entlasten, will die griechische Regierung Tausende Migranten auf das Festland verlegen – beginnend mit 700 Flüchtlingen aus dem Lager auf Samos. Sie sollen nach Angaben des Ministeriums für Bürgerschutz am Dienstag mit einer Fähre nach Piräus gebracht werden, gefolgt von Hunderten weiteren von anderen Inseln.

Die Regierung reagiert damit auch auf die Proteste von Anwohnern der Flüchtlingslager. „Europa hat uns vergessen“, riefen etwa Hunderte Menschen bei einer Demonstration an diesem Montag auf Samos.

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