Ein Affentheater! Wegen „Sicherheitslage“: Abschiebeflug nach Afghanistan abgesagt

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Symbolbild

Ein für Dienstag geplanter Abschiebeflug nach Afghanistan ist wegen der dramatischen Verschlechterung der Sicherheitslage in dem Land abgesagt worden, das Risiko für den Begleittross aus deutschen Polizistinnen und Polizisten sei zu hoch, also die Stippvisite ist nicht ausreichend sicher –  angeblich wegen logistischer Probleme.

Was für ein Affenzirkus um zwei oder drei Dutzende abgelehnte Asylanten und meist Straftäter, in einer Maschine haben mindestens 200 Personen Platz, aber die Begleitung aus Ärzten, Seelsorgern und Polizisten benötigen wohl die meisten Sitzplätze. Und so sieht die grandiose Leistung der Bundesregierung aus: in sechs Jahren sagenhafte 1.035 Männer nach Afghanistan abgeschoben, gleichzeitig strömen Tausende wieder nach Deutschland rein.

Die Mehrheit der illegal eingereisten Afghanen haben alle tausende Kilometer zurückgelegt und zig sichere Länder durchquert. Was sie auf den Hinweg geschafft haben, das sollte doch auf für den Rückweg gelten?

Welt.de:

Die Bundesregierung hat einen für Dienstag geplanten Abschiebeflug nach Afghanistan abgesagt. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums erklärte am Montag, die „Rückführungsmaßnahme“ sei verschoben worden. Sie verwies auf „logistische“ Probleme durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in Kabul. Ausschlaggebend für die Entscheidung war demnach allerdings nicht die Gefahr für die Migranten, sondern für die sie begleitenden deutschen Polizisten.

Nach einer mehrmonatigen Pause wegen der Corona-Pandemie wurden Abschiebeflüge nach Afghanistan im Dezember 2020 wieder aufgenommen. Seither hatte es jeweils am Monatsanfang eine Sammelabschiebung nach Kabul gegeben. Seit dem ersten derartigen Flug im Dezember 2016 haben Bund und Länder 1035 Männer nach Afghanistan zurückgebracht.

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